Kabale und Liebe   [...]
Autor: Friedrich von Schiller
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Eingetragen vom Landesverband Oberösterreich
Phaidon Plato  
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Eingetragen vom Landesverband Kärnten
Phaidon  

Es handelt sich um den berühmten Text des Philosophen Plato in dem er den letzten Tag im Leben von Sokrates beschreibt.

 

Sokrates sitzt in der Todeszelle, soll am Abend hingerichtet werden - und philosophiert mit seinen Freunden. Es werden mathematische Probleme diskutiert, und natürlich auch mit strenger Logik die Berechtigung der Todesangst. Nachgedacht wird auch über den Begriff "Seele", und was von den Überlieferungen  zu halten sei, die  über das Sein nach dem Tode berichten.

 

Zwei Menschen unserer Zeit wollen nun die letzten gemeinsamen Gedanken und Reden von Sokrates und dessen Freunden  nachvollziehen. Sie versuchen unter Zuhilfenahme ihres Wissens um einige Werke des Philosophen, sich einem lebendigen Diskurs zu nähern. Ihre heutige Widerborstigkeit schlägt sich in der Qualität der Erinnerungsarbeit nieder.

Sie entwickeln gemeinsam alle Figuren, welche in den letzten Stunden bei Sokrates waren. Sie spielen Sokrates, spielen seine Freunde, seine Frau, einen Sklaven und den Menschen, der Sokrates den Giftbecher reicht und darüber weint.

 

Ein Denk-Kampf.

Aber auch ein Abend über den Witz bei Plato,  eine Untersuchung über die Persönlichkeit des Sokrates (den die steifen, würdevollen Professoren gerne als ihresgleichen stilisieren).

 

Die beiden Protagonisten locken einander mit Hilfe der Logik in Denk-Fallen. Bereiten Zangenangriffe vor, haben die Trümpfe gut hinter kleinen Zwischen-Beweisen versteckt. Attacken werden mit großer Gewalt vorangetrieben.....Wissen scheint oft eine fragliche Größe zu sein. Die beiden Grübler agieren äußerst aufgekratzt und angriffig. Kein weihevolles Reden. Dies entspräche auch dem historischen Plato nicht. Das Auditorium wird auf nahezu erotische Art in Denkvorgänge von einer, am Theater unüblichen Vielschichtigkeit, gezogen.

 

Diese Arbeit ist auch für jeden Nichtphilosophen durchaus nachvollziehbar, spannend und vergnüglich. Das Denken wird sinnlich wahrnehmbar gemacht und theatralisch erlebbar.

 

“Uns war ganz merkwürdig zumute. Bedauern kam garnicht auf - wie man doch denken sollte beim Tod eines Freundes - glücklich schien Sokrates nämlich...”

 

Der Text "Phaidon" entstand etwa um 387 v.Chr.

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