{"id":10939,"date":"2018-07-20T21:14:32","date_gmt":"2018-07-20T20:14:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=10939"},"modified":"2018-07-20T21:15:56","modified_gmt":"2018-07-20T20:15:56","slug":"solche-verhaeltnisse-sieht-man-gern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=10939","title":{"rendered":"Solche Verh\u00e4ltnisse sieht man gern"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/lambach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10938\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/lambach-300x225.jpg\" alt=\"lambach\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/lambach-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/lambach-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/lambach.jpg 559w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Christian Hanna<\/p>\n<p>Im stimmungsvollen Hof des Stiftes Lambach zeigte der <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Theaterverein<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Barocktheater LAMBACH<\/span><\/strong> seine heurige Sommerproduktion, die allseits beliebte Posse mit Gesang <strong><span style=\"color: #0000ff;\">&#8222;Fr\u00fchere Verh\u00e4ltnisse&#8220;<\/span><\/strong> von <span style=\"color: #0000ff;\">Johann Nestroy<\/span>.<br \/>\nUm es gleich vorweg zu nehmen: solche Verh\u00e4ltnisse lassen wir uns sehr gerne gefallen. Denn obwohl die Produktion von einem gewaltigen Theaterpech heimgesucht wurde (Hauptdarsteller Daniel Neub\u00f6ck verletzte sich am Tag vor der geplanten Premiere schwer, Obmann Helmut H\u00f6rtenhuber musste f\u00fcr ihn einspringen, statt der Premiere gab&#8217;s die Generalprobe), war die Inszenierung von <span style=\"color: #0000ff;\">Andrea Schnitt<\/span> eine runde, ausgewogene, unterhaltsame und \u00fcberzeugende Sache. Die Regisseurin d\u00fcrfte lange an den Rollenbiographien gearbeitet haben, sieht man doch selten im Amateurbereich eine derart individualisierte Charaktergestaltung. Dazu hat sie ihren Darstellern noch den gro\u00dfen Mut zu langen Pausen mitgegeben, die garantiert jede Pointe besser sitzen lassen.<br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\">Ulrike Kepp<\/span> spielte die eh&#8217;mals K\u00f6chin, nunmehr \u201eStabile erste Liebhaberin bei ambulanten B\u00fchnen\u201c Peppi Amsel in der festen \u00dcberzeugung, dass das Verlassen derselben kein Verlust ist. In keinem Moment wirkt sie als Geschlagene, die zu ihren fr\u00fcheren Verh\u00e4ltnissen zur\u00fcck muss; sie tut&#8217;s aus \u00dcberzeugung.<br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\">Georg Bachleitner<\/span> war ein Idealbild des eh&#8217;mals Unternehmer, jetzt heruntergekommener Hausknecht Anton Muffl, der auch \u201emit Hilfe\u201c seiner Theaterbegeisterung, speziell der Neigung zur Pompadour Peppi so ziemlich alles verloren hat. Er hat schon viel mehr Schwierigkeiten, sich in sein Schicksal zu f\u00fcgen; seine schlagfertige Selbstironie hilft ihm dabei aber enorm.<br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\">Helmut H\u00f6rtenhuber<\/span> gab Herrn von Scheitermann, vormals Hausknecht, mittlerweile reicher Holzh\u00e4ndler. Wessen Hausknecht er war, ist dem ge\u00fcbten Nestroy \u2013 Publikum nat\u00fcrlich klar. Aus lauter Respekt vor seinem ehemaligen Prinzipal Muffl schafft er es nicht, den heruntergekommenen Hausknecht Muffl loszuwerden, aus seinem Haus zu verjagen. Dabei schafft es ihm doch seine nervige Gattin. H\u00f6rtenhuber l\u00e4sst offen, vor wem von den beiden er mehr Respekt hat; verwunderlich nur, wie so ein Waserl erfolgreicher Gesch\u00e4ftsmann sein kann.<br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\">Laura Pichler<\/span> war als Josefine Scheitermann, ohne Zweifel eine h\u00fcbsche, gebildete, aber auch unterbesch\u00e4ftigte junge Frau, die einzige ohne \u201efr\u00fchere Verh\u00e4ltnisse\u201c. Mit der Heirat mit ihr, einer \u201eguten Partie\u201c, wollte Scheitermann sich in sozial h\u00f6here Sph\u00e4ren heben, ist sie doch eine Frau aus gutem Hause, Tochter eines Professors, somit behaftet mit schlechten Nerven, daf\u00fcr umso nerviger f\u00fcr ihre Umgebung, speziell f\u00fcr ihren Gatten.<br \/>\nPosse mit Gesang wurde vom Produktionsteam erfreulicherweise sehr ernst genommen. <span style=\"color: #0000ff;\">Claudia Bachleitner<\/span> am Akkordeon und <span style=\"color: #0000ff;\">Andreas Mittermayr<\/span> an der Klarinette begleiteten in einem netten Arrangement der Originalkomposition die bekannten Couplets, die vom Darstellerquartett ad\u00e4quat interpretiert wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. 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