{"id":1264,"date":"2010-11-25T22:45:58","date_gmt":"2010-11-25T21:45:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=1264"},"modified":"2011-04-19T18:26:12","modified_gmt":"2011-04-19T17:26:12","slug":"die-beichte-amateurtheater-im-eisenhand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=1264","title":{"rendered":"Die Beichte"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Die-Beichte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1263\" title=\"Die Beichte\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Die-Beichte-160x120.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"120\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Theaterreihe im Landestheater fand am 24. November mit dem Drama <strong><em>\u201eDie Beichte\u201c<\/em><\/strong> von <strong><em>Felix Mitterer<\/em><\/strong> im ausverkauften Eisenhand seine Fortsetzung. Die <strong><em>Theatergruppe Sierninghofen-Neuzeug<\/em><\/strong> wagte sich an ein mutiges St\u00fcck in einer gelungenen Inszenierung von <strong>Helmut Boldog<\/strong>. Das St\u00fcck basiert auf einem H\u00f6rspiel, das 2003 vom ORF produziert wurde und vom Publikum zum \u201eH\u00f6rspiel des Jahres\u201c gew\u00e4hlt wurde. Es behandelt das traurige Medienthema Nummer eins des heurigen Jahres: Missbrauch an Schutzbefohlenen &#8211; an Kindern in religi\u00f6sen und p\u00e4dagogischen Einrichtungen, toleriert und vertuscht..<\/p>\n<p>\u201eEs gibt nichts Schlimmeres, als sich an Kindern zu vergehen, die einem anvertraut sind. Noch dazu, wenn die T\u00e4ter Priester sind, von Berufs wegen angehalten, die enge Sexualmoral der Kirche zu predigen,\u201c so Felix Mitterer zu seinem St\u00fcck.<\/p>\n<p>\u201eDie Beichte\u201c ist die beinharte Abrechnung eines Mannes mit einem Priester, der ihn als Kind missbraucht hat. Die Auseinandersetzung mit ihm selbst, der inzwischen vom Opfer selbst zum T\u00e4ter geworden ist und zwar gegen\u00fcber seinem eigenen Kind.<\/p>\n<p>In leidenschaftlichen Dialogen versuchen der Priester und sein einstiger Sch\u00fctzling die Vergangenheit aufzuarbeiten und zu begreifen, was doch eigentlich unbegreiflich bleibt! Ein bewegendes Psychogramm, eine hochdifferenzierte Analyse des menschlichen Bed\u00fcrfnisses nach Liebe und Geborgenheit. Wir sind Zeugen eines tief sch\u00fcrfenden Gespr\u00e4chs um Schuld, S\u00fcnde und S\u00fchne, aber auch um Sch\u00f6nheit und Liebe. <strong><em>Leo Burghuber<\/em><\/strong> verk\u00f6rpert den hilflosen, gebrochenen Pater Eberhard, der bis zum Schluss an seiner Ausrede, dies sei ja nur aus \u201eLiebe\u201c geschehen, festh\u00e4lt. Der kleine und der gro\u00dfe Martin (<strong><em>Thomas Hochrathner<\/em><\/strong><em>)<\/em> rechnet beinhart mit seinem Verf\u00fchrer und seinem Leben ab. Das Spiel ber\u00fchrt die Seelen der Zuschauer auf eine Art, die schmerzt und w\u00fctend macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Theaterreihe im Landestheater fand am 24. November mit dem Drama \u201eDie Beichte\u201c von Felix Mitterer im ausverkauften Eisenhand seine Fortsetzung. Die Theatergruppe Sierninghofen-Neuzeug wagte sich an ein mutiges St\u00fcck in einer gelungenen Inszenierung von Helmut Boldog. 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