{"id":13043,"date":"2019-06-22T00:17:53","date_gmt":"2019-06-21T23:17:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=13043"},"modified":"2019-06-22T14:47:45","modified_gmt":"2019-06-22T13:47:45","slug":"schoenheit-vergeht-hektar-besteht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=13043","title":{"rendered":"\u201eSch\u00f6nheit vergeht, Hektar besteht\u201c \u2026\u2026"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wildpark.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13042\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wildpark-300x248.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wildpark-300x248.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wildpark-181x150.jpg 181w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wildpark-768x635.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Wildpark.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Hermine Touschek<\/p>\n<p>Diese Weisheit stammt von Rolf, einem Heiratskandidaten aus <strong><span style=\"color: #ff0000;\">\u201eKohlhiesels T\u00f6chter\u201c<\/span><\/strong>. Kohlhiesels T\u00f6chter war eigentlich ein Drehbuch von <span style=\"color: #0000ff;\">Hanns Kr\u00e4ly<\/span> f\u00fcr einen Stummfilm von Ernst Lubitsch aus dem Jahre 1920. <span style=\"color: #0000ff;\">J\u00f6rg Doppelreiter<\/span> hat daraus eine B\u00fchnenfassung gemacht. Insgesamt wurde dieser Stoff f\u00fcnf Mal verfilmt \u2013 die letzte Version aus dem Jahr 1962 war auch die erfolgreichste und zeigte Liselotte Pulver in einer Doppelrolle.\u00a0Als Hans Kr\u00e4ly 1920 das Drehbuch schrieb, nahm er sich die Shakespeare-Kom\u00f6die \u201eDer Widerspenstigen Z\u00e4hmung\u201c als Inspiration.<\/p>\n<p>Die <strong><span style=\"color: #ff0000;\">B\u00fchne Gr\u00fcnau<\/span><\/strong>\u00a0w\u00e4hlte heuer diesen Bauernschwank als Sommerst\u00fcck unter der Regie von <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Johannes Minichmair<\/strong><\/span>.<\/p>\n<p>Zacharias Kohlhiesel (<span style=\"color: #0000ff;\">Herbert H\u00fcttner<\/span>), Guts- und Gasthofbesitzer, hat zwei T\u00f6chter: Susi und Liesel. Der letzte Wille seiner verstorbenen Frau Amalie besagt leider, dass zuerst die immer grantige, strenge Susi verheiratet sein muss, bevor die attraktive und beliebte Liesel heiraten darf.<\/p>\n<p>Wohin w\u00fcrde dieser Schwank besser passen, als in die zauberhafte Umgebung rund um Gr\u00fcnau im Almtal.<br \/>\nNun gut &#8230;&#8230;&#8230; das St\u00fcck ist wirklich etwas antiquiert \u2013 aber vielleicht gerade deshalb schon wieder interessant. Die Dialoge sind auch heute noch hinrei\u00dfend komisch und lassen das Publikum herzlich lachen.<\/p>\n<p>Das gelingt nat\u00fcrlich auch nur, wenn es eine wunderbare Susi Kohlhiesel gibt. <span style=\"color: #0000ff;\">Ursula Holzleitner<\/span> ist sie \u2013 kratzb\u00fcrstig, tyrannisch und immer ein passendes Schimpfwort parat. So eine m\u00f6gen die Burschen im Dorf nicht.<br \/>\nDie Liesel (<span style=\"color: #0000ff;\">Susanne Falzeder<\/span>) war zur Ausbildung in der Stadt, hat ein nettes Wesen und ist noch dazu h\u00fcbsch \u2013 Heiratskandidaten gibt es da genug.<\/p>\n<p>Es lassen sich durchaus Parallelen mit heute herstellen: die Anerkennung der Frau als gleichwertig ist oft ein schwieriges Unterfangen. Nicht nur zwischen Kuh und Traktor. F\u00fcr die feinf\u00fchligen Zuschauer birgt das St\u00fcck auch den einen oder anderen nachdenklichen Moment.<\/p>\n<p>Dem \u201ezuagroasten\u201c Regisseur gelang eine stimmige Sommerproduktion, die sich harmonisch in die Gruppe und in die Gegend schmiegt. Manche Figuren sind schr\u00e4g und gewitzt parodistisch gezeichnet.<\/p>\n<p>Einige aus dem Publikum sangen beim Hinausgehen noch:<\/p>\n<p>\u201eJedes T\u00f6pfchen find&#8216; sein Deckelchen<br \/>\njeder Kater seine find&#8216; die Katz,<br \/>\njedes Kn\u00f6pfchen find&#8216; sein Fleckelchen<br \/>\njedes M\u00e4dchen seinen Schatz\u201c<\/p>\n<p>Noch zu sehen am: (wenn m\u00f6glich, fr\u00fcher hinfahren und die wundersch\u00f6ne Gegend genie\u00dfen)<\/p>\n<p>23. Juni um 15 Uhr<br \/>\n25., 28., 29. Juni jeweils um 20 Uhr<br \/>\n30. Juni um 18 Uhr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.buehne-gruenau.at\">https:\/\/www.buehne-gruenau.at<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Hermine Touschek Diese Weisheit stammt von Rolf, einem Heiratskandidaten aus \u201eKohlhiesels T\u00f6chter\u201c. 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