{"id":13107,"date":"2019-07-08T21:33:48","date_gmt":"2019-07-08T20:33:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=13107"},"modified":"2019-07-09T07:19:06","modified_gmt":"2019-07-09T06:19:06","slug":"ach-welche-libido-ist-mir-nun-zu-eigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=13107","title":{"rendered":"Ach! Welche Libido ist mir nun zu eigen!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Galli.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13106\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Galli-300x265.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Galli-300x265.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Galli-170x150.jpg 170w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Galli-768x678.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Galli.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Hermine Touschek<\/p>\n<p>Das <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Gusentheater Gallneukirchen<\/span><\/strong> wurde heuer wieder einmal mehr ihrem Anspruch auf Qualit\u00e4t und Originalit\u00e4t gerecht. <span style=\"color: #ff0000;\">\u201eAus dem Leben H\u00f6dlmosers\u201c<\/span> hatte am 5.7.2019 Premiere im Warschenhofergut. Der Regisseur <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Bernhard Paumann<\/span> <\/strong>erf\u00fcllte sich mit dieser Produktion einen lang gehegten Wunsch.<\/p>\n<p>1973 wurde der steirische Roman <span style=\"color: #0000ff;\">\u201eAus dem Leben H\u00f6dlmosers\u201c<\/span> von <span style=\"color: #0000ff;\">Reinhard P.<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">Gruber<\/span> ver\u00f6ffentlicht. Eine bitterb\u00f6se Satire, die als H\u00f6hepunkt der Anti-Heimatliteratur gilt. Albern und bizarr werden die Personen auf dem Land mit ihren Problemen dargestellt. Der Autor schreibt aus der Sicht seines Helden, dem H\u00f6dlmoser, in der 3. Person, was eine gewisse Distanzierung zul\u00e4sst und durch Regieanweisungen noch verst\u00e4rkt wird. \u201eWas f\u00fcr den Katholiken die Bibel ist, war f\u00fcr uns der H\u00f6dlmoser\u201c, sagte mir jemand, der ein Fan dieses Romans war und ist.<\/p>\n<p>Die eigentliche Hauptfigur ist der Bauer H\u00f6dlmoser. Er ist 38 Jahre alt, wohnt auf der Anh\u00f6he von Kumpitz, f\u00fchrt den H\u00f6dlmoserhof, ist dem Alkohol nicht abgeneigt und rauft sehr gerne. Als er eines Tages mit seinen Kumpanen am Stammtisch sitzt und sich diese wieder einmal \u00fcber das Singledasein H\u00f6dlmosers beklagen, geht die sch\u00f6ne Magd Fani Hinterleitner vorbei. Nachdem H\u00f6dlmoser sie im Wald geschw\u00e4ngert hat, heiraten sie und bekommen ihren ersten Sohn, genannt Schurl. Zum Schluss ist die gesamte Familie H\u00f6dlmoser ausgerottet. Nur Kumpitz bleibt wie es ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">Kilian Weidinger<\/span> gibt den Franz Josef H\u00f6dlmoser, markig und trocken, ein robuster Naturbursch, ein komischer und zugleich tragischer Held. <span style=\"color: #0000ff;\">Elisabeth Kreil<\/span> ist Fani Hinterleitner die sich nach seiner Ann\u00e4herung mit den Worten: \u201eKannst du das Futurum antizipieren?&#8220; mit ihm in eine unausweichliche Kopulation begibt.\u00a0 <span style=\"color: #0000ff;\">Judith Kreil<\/span> geht aus dieser Vereinigung als ihr Sohn Schurl hervor. \u00a0 Total schr\u00e4g kommt <span style=\"color: #0000ff;\">Heidi B\u00f6ck<\/span> als das B\u00f6cklein daher, das von H\u00f6dlmoser gewildert wird. In <span style=\"color: #0000ff;\">Karin Leutgeb<\/span> als fr\u00f6hlich h\u00fcpfende G\u00e4mse findet H\u00f6dlmoser eine Freundin f\u00fcrs Leben.<\/p>\n<p>Eine sprachliche Herausforderung, die bravour\u00f6s gemeistert wird,\u00a0 sind die Regieanweisungen, die von den Protagonisten selbst zitiert werden und ihr Handeln begleiten, sind sie doch gespickt mit vielen Fremdw\u00f6rtern und komplexen Satzstrukturen.<\/p>\n<p>Die liebevolle Respektlosigkeit der Inszenierung, die pointierte und geistreiche \u00dcbertreibung ist ein frontaler Angriff auf die Lachmuskeln. Kumpitz kann \u00fcberall sein.<\/p>\n<p>Noch zu sehen am:<br \/>\n12. u. 13.7. jeweils um 20 Uhr<br \/>\n14.7. um 18 Uhr<br \/>\n19 u. 20.7. jeweils um 20 Uhr<br \/>\n21.7. um 18 Uhr<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gusentheater.at\/#xl_xr_page_index\">http:\/\/gusentheater.at\/#xl_xr_page_index<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Hermine Touschek Das Gusentheater Gallneukirchen wurde heuer wieder einmal mehr ihrem Anspruch auf Qualit\u00e4t und Originalit\u00e4t gerecht. \u201eAus dem Leben H\u00f6dlmosers\u201c hatte am 5.7.2019 Premiere im Warschenhofergut. Der Regisseur Bernhard Paumann erf\u00fcllte sich mit dieser Produktion einen lang gehegten Wunsch. 1973 wurde der steirische Roman \u201eAus dem Leben H\u00f6dlmosers\u201c von Reinhard P. 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