{"id":13174,"date":"2019-07-27T12:30:38","date_gmt":"2019-07-27T11:30:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=13174"},"modified":"2019-07-28T23:45:31","modified_gmt":"2019-07-28T22:45:31","slug":"liliom-von-ferenc-molnar-beim-sommertheater-in-leopoldschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=13174","title":{"rendered":"Liliom von Ferenc Moln\u00e1r beim Sommertheater in Leopoldschlag"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Liliom.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-13187\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Liliom-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Liliom-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Liliom-100x150.jpg 100w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Liliom.jpg 683w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Karin Leutgeb<\/p>\n<p>Das St\u00fcck, das urspr\u00fcnglich in Budapest spielt und von Alfred Polgar 1912 in der \u00dcbersetzung in den Wiener Prater verlegt wurde, hat in diesen \u00fcber 100 Jahren seines Bestehens nichts an Aktualit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft, denn es geht um die Menschen und ihre Suche nach Gl\u00fcck \u2013 nach Anerkennung und Liebe.<br \/>\nLiliom ist Karussell-Ausrufer im Prater, ein gro\u00dfm\u00e4uliger Frauenheld und Strizzi. Als er sich in das Dienstm\u00e4dchen Julie verliebt, wirft ihn seine eifers\u00fcchtige Arbeitgeberin hinaus, und er ger\u00e4t in eine Spirale von Arbeitslosigkeit, Frustration, Gewalt und Spielsucht. Als Julie ein Kind erwartet, l\u00e4sst sich Liliom zu einem Raub\u00fcberfall \u00fcberreden. Doch was als L\u00f6sung aller Probleme gedacht war, erweist sich als fatale Endstation.<br \/>\nDas gesamte Ensemble bietet eine ausgezeichnete Leistung unter der Regie von <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Daniel Pascal<\/span><\/strong>, der seine Schauspieler in bew\u00e4hrter Weise behutsam f\u00fchrt und aus den Figuren Menschen entstehen l\u00e4sst.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Christian Lemperle<\/span><\/strong>, der auch heuer das Ensemble wieder als einziger Profi erg\u00e4nzt, zeigt uns einen Liliom mit all seinen Zwischent\u00f6nen. Immer wieder blitzt unter dem gewaltbereiten, arbeitsscheuen Taugenichts der \u201eandere\u201c Liliom auf, der auch nur auf der Suche nach Liebe und Anerkennung ist und seine Hilflosigkeit und seine Unf\u00e4higkeit f\u00fcr Julie zu sorgen hinter Gewalt versteckt.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Martina Lanzerstofer<\/span><\/strong> ber\u00fchrt als Julie, die ihren Liliom liebt und zu ihm h\u00e4lt, komme was wolle, und doch auch gefangen ist in ihrer Sprachlosigkeit. \u00dcberzeugend wandelt sie sich vom unbedarften Dienstm\u00e4dchen zur Frau und Mutter, die ihren Weg geht.<br \/>\nJulies Freundin Marie (frisch und facettenreich gespielt von <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Jana-Marie Bauer<\/span><\/strong>) und ihr Mann Wolf Beifeld (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Dominik Chalupar<\/span><\/strong>) zeigen uns gekonnt ihren Aufstieg ins B\u00fcrgertum. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Gerhard Neunteufel<\/span><\/strong> erinnert als Ficsur an einen Gauner im Nadelstreif, und <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Daniela Bauer<\/span><\/strong> (Frau Muskat), <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Elisabeth Neulinger<\/span><\/strong> (Frau Hollunder) und <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Bianca Hoffelner<\/span><\/strong> (Luise) geben ihren Figuren Farbe und Frische.<br \/>\nBeeindruckend auch das B\u00fchnenbild, auf dem Daniel Pascal mit nur wenigen Versatzst\u00fccken eine eigene Welt entstehen l\u00e4sst \u2013 das Karussellpferd alleine schon ein Hingucker! \u2013 und der Einsatz der Drehb\u00fchne, die das Bild des Karussells aufnimmt als Metapher f\u00fcr das Leben.<br \/>\nEin Theaterbesuch, der sich lohnt!<\/p>\n<p>Noch zu sehen am:<br \/>\n2., 3., 8., 9., 10. August jeweils um 20 Uhr<br \/>\nSonntag, 4. August um 15 Uhr<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.grenzlandbuehne.at\">https:\/\/www.grenzlandbuehne.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Karin Leutgeb Das St\u00fcck, das urspr\u00fcnglich in Budapest spielt und von Alfred Polgar 1912 in der \u00dcbersetzung in den Wiener Prater verlegt wurde, hat in diesen \u00fcber 100 Jahren seines Bestehens nichts an Aktualit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft, denn es geht um die Menschen und ihre Suche nach Gl\u00fcck \u2013 nach Anerkennung und Liebe. 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