{"id":15046,"date":"2021-01-20T18:59:13","date_gmt":"2021-01-20T17:59:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=15046"},"modified":"2021-01-20T19:02:51","modified_gmt":"2021-01-20T18:02:51","slug":"seltsamer-leserbrief","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=15046","title":{"rendered":"Seltsamer Leserbrief"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_15045\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15045\" class=\"size-medium wp-image-15045\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt-300x181.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt-200x121.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt-768x463.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt-1024x617.jpg 1024w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt-1320x795.jpg 1320w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Abgesagt.jpg 1580w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15045\" class=\"wp-caption-text\">Bildautor:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.Live-Karikaturen.ch, CC BY-SA 4.0\">http:\/\/www.Live-Karikaturen.ch, CC BY-SA 4.0<\/a><\/p><\/div>\n<p>Beitrag von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Sepp Mostbauer<\/p>\n<p>Es kommt nicht oft vor, dass wir von der blick.punkt-Redaktion Leserbriefe erhalten. Diesmal allerdings fanden wir, per Post zugestellt (seltsam genug!), ein Schreiben von einem Prominenten vor, das wir unserer Leserschaft nicht vorenthalten wollen. Wir bringen ihn hier in ungek\u00fcrzter Fassung.<\/p>\n<p><strong>Sehr geehrte blick.punkt-Redaktion!<\/strong><\/p>\n<p>In der letzten Ausgabe Ihres Blattes haben Sie dankenswerterweise ein Interview mit mir unter dem Titel <strong>\u201eSieg<\/strong> <strong>f\u00fcr den Virus Theatralis!\u201c<\/strong> abgedruckt. Einerseits bin ich Ihnen nat\u00fcrlich zu Dank verpflichtet, bin ich doch durchaus an Publicity interessiert, ja ich stehe nicht an, mich selbst als Rampensau zu titulieren. Andererseits m\u00f6chte ich hier etwas klarstellen, was im damaligen Gespr\u00e4ch mit <strong>Sepp Mostbauer<\/strong> nicht deutlich wurde, n\u00e4mlich meine h\u00f6chstpers\u00f6nliche Affinit\u00e4t zum Theater. Sie wundern sich? Dann folgen Sie bitte meiner Argumentation, und Sie werden zweifelsohne mehr Verst\u00e4ndnis als bisher f\u00fcr mich aufbringen.<\/p>\n<p>Derzeit ist viel von meinen Mutationen die Rede, eine wunderbare Eigenschaft mit vielen Vorteilen (ich gebe zu, es gibt auch einige Nachteile), denn das hei\u00dft doch schlie\u00dflich nichts anderes als die F\u00e4higkeit zu Flexibilit\u00e4t, Wandlungsf\u00e4higkeit, das Talent, in andere Rollen zu schl\u00fcpfen (und dabei immer derselbe zu bleiben). Deshalb \u2013 Sie werden es vielleicht nicht glauben \u2013 liebe ich das Theater. Die ganze Welt ist meine B\u00fchne, was will man mehr? So viel ungeteilte Aufmerksamkeit wie im derzeit weltweit stattfindenden Schauspiel, in dem ich Spieler, Dramaturg und Regisseur in einer Person sein kann, ist eine wahre Seltenheit. Freilich h\u00e4lt sich der Applaus in Grenzen, aber Respekt, Hochachtung vor meinem K\u00f6nnen wiegt diesen Mangel leicht auf. Und dass seit meinem ersten Auftritt die Maskierung popul\u00e4r geworden ist, belegt wiederum meine N\u00e4he zur B\u00fchnenkunst. Detto die wundersamen Kost\u00fcme in Spit\u00e4lern und Pflegeheimen.<\/p>\n<p>Werten Sie es bitte nicht als \u00dcberheblichkeit, wenn Sie aus meinen Zeilen so etwas wie, wie ich meine: berechtigten Stolz herauslesen. Sie werden mir sicher auch zustimmen, wenn ich eine gewisse Begabung f\u00fcr Dramaturgie und Regie f\u00fcr mich reklamiere. Meinen Hang zum Zirkus und zum absurden Theater kann ich \u00fcbrigens wunderbar mit dem k\u00f6stlichen Karneval der Verschw\u00f6rungsmenschen zur Schau stellen.<\/p>\n<p>Am Schluss des erw\u00e4hnten Interviews w\u00fcnscht sich <strong>Sepp Mostbauer<\/strong>, dass ich ihm (er meint wohl dem Theater im Allgemeinen) fernbleiben m\u00f6ge. Dieser Bitte kann und will ich aus oben genannten Gr\u00fcnden nicht entsprechen. Nehmen Sie es mir daher nicht \u00fcbel, wenn ich Ihnen weiterhin Gesellschaft leisten werde. Impfung hin, Impfung her. Ich freue mich trotzdem auf weitere Begegnungen mit Ihnen und dem Theater.<\/p>\n<p>Mit ansteckenden Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Ihr COVID<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Sepp Mostbauer Es kommt nicht oft vor, dass wir von der blick.punkt-Redaktion Leserbriefe erhalten. Diesmal allerdings fanden wir, per Post zugestellt (seltsam genug!), ein Schreiben von einem Prominenten vor, das wir unserer Leserschaft nicht vorenthalten wollen. Wir bringen ihn hier in ungek\u00fcrzter Fassung. Sehr geehrte blick.punkt-Redaktion! 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