{"id":15457,"date":"2021-11-01T19:42:59","date_gmt":"2021-11-01T18:42:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=15457"},"modified":"2021-11-01T19:54:24","modified_gmt":"2021-11-01T18:54:24","slug":"zocken-hinter-klostermauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=15457","title":{"rendered":"Zocken hinter Klostermauern"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Mining.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-15460\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Mining-300x205.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Mining-300x205.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Mining-200x137.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Mining.jpg 466w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. Christian Hanna<\/p>\n<p>D\u00fcster schaut&#8217;s aus in der Kasse des Frauenklosters Mining, nichts mehr auf der hohen Kante. Dabei g\u00e4b&#8217;s Reparaturarbeiten genug zu erledigen, und die Verpflegung f\u00fcr die letzten vier Nonnen, ihre Mutter Oberin und den wegen seines Schweigegel\u00fcbde stummen Pater Benedikt k\u00f6nnte auch besser sein. Weil Besucher und Kirchg\u00e4nger ausbleiben, gibt\u2019s auch wenig Abwechslung. Einen ordentlichen Internetauftritt, den Schwester Lucy vorschl\u00e4gt, verbietet die Mutter Oberin. Also bleibt den vier Schwestern nichts anderes \u00fcbrig, als w\u00e4hrend der Abwesenheit der Oberin die Zeit mit einer ordentlichen Runde Poker totzuschlagen. Auf dem Tisch der Klosterk\u00fcche t\u00fcrmen sich die Chips \u2013 nicht echte nat\u00fcrlich, sondern die selbst hergestellten Hostien. Schwester Elisabeth gewinnt meistens, weil sie immer ein Ass (oder auch mehrere) im \u00c4rmel hat, K\u00f6chin Eva Maria brennt fast ihr Eintopf an, die alte Schwester Agathe verschl\u00e4ft wieder das Wichtigste . . . Dabei m\u00fcssen sie stets auf der Hut vor dem entdeckt Werden sein.<\/p>\n<p>Eines Tages werden sie beinahe von zwei eigenartigen Gestalten \u00fcberrascht, die behaupten, sie k\u00e4men direttissima aus Rom, vom Kloster \u2013 T\u00dcV. \u00dcberall schn\u00fcffeln sie herum, haupts\u00e4chlich auf der Suche nach Sch\u00e4tzen (und wenn&#8217;s nur der saure Messwein im Klosterkeller ist), denn tats\u00e4chlich sind es ja die zwei Mafiosi Salvatore und Antonio, deren letzter Auftrag misslungen ist und die sich hier vor der Rache ihres Paten verstecken.<\/p>\n<p>Was ist wohl in dem schwarzen Aktenkoffer drin, den die beiden st\u00e4ndig mit sich herumschleppen? Lohnt es sich f\u00fcr die Damen, um den Inhalt zu pokern? Und wird der Pate, der seine beiden minderbegabten Mitarbeiter findet und sich als Patin entpuppt, noch irgendwen killen?<\/p>\n<p>Letzteres nicht, soviel sei verraten, und nat\u00fcrlich gibt es ein Happy End f\u00fcr die Pinguine \u2013 pardon, Nonnen \u2013\u00a0 eh klar. Man kann es der netten, beschwingten Kom\u00f6die <strong>Nonnenpoker<\/strong> von <strong>Jennifer H\u00fclser<\/strong>, zumal in der kurzweiligen Fassung von Regisseurin <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Susanne Huber<\/span><\/strong>, nur w\u00fcnschen, irgendwo nachgespielt zu werden. Die <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Theatergruppe Mining<\/strong><\/span> erfreute ihr Publikum mit dieser guten St\u00fcckwahl, dem stimmungsvollen Spielort im Schloss Frauenstein am Inn und nat\u00fcrlich auch den ansprechenden darstellerischen Leistungen. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Ingrid Janka<\/span><\/strong> gibt eine um- wie nachsichtige Mutter Oberin, die die Schw\u00e4chen ihrer Herde kennt. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Brigitte Lindbauer<\/span><\/strong> beherrscht als Schwester Agathe, Seniorin der Runde, bestens die leisen, ironischen T\u00f6ne und verbl\u00fcfft immer wieder ihre Mitschwestern mit eiserner Loyalit\u00e4t. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Steffi Huber\/Sabrina Radelsberger<\/span><\/strong> m\u00f6chten als etwas vorlaute und eitle Schwester Lucy das Kloster ins SocialMedia \u2013 Zeitalter beamen, <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Hilde Leitner<\/span><\/strong> als \u201estilles Wasser\u201c Schwester Elisabeth schummelt meisterhaft beim Pokern und <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Herta Schmidinger<\/span><\/strong> als Schwester Eva Maria kultiviert ihr schlechtes Kochen, um endlich von der ungeliebten T\u00e4tigkeit befreit zu werden. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Walter Mitterbuchner<\/span><\/strong> und <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Wolfgang Janka<\/span><\/strong> geben die beiden unterbelichteten Mafiosi Salvatore und Antonio \u2013 Salvatore h\u00e4lt sich aber leider f\u00fcr schlau, was beim Big Boss, seiner Frau Valencia (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Regina Schaller<\/span><\/strong>), aber gar nicht ankommt; allerdings ist sie nur halb so knallhart wie sie gern sein m\u00f6chte. Und zuletzt ist da noch <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Franz Schwendtner<\/span><\/strong> als guter Geist Pater Benedikt, der in Aussicht auf gutes Essen sogar sein Schweigegel\u00fcbde vergisst!<\/p>\n<p>Einen sprachlichen Einwand hab&#8216; ich allerdings: Das italienische <em>nonna<\/em> bedeutete immer schon Gro\u00dfmutter \u2013 ausschlie\u00dflich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. Christian Hanna D\u00fcster schaut&#8217;s aus in der Kasse des Frauenklosters Mining, nichts mehr auf der hohen Kante. Dabei g\u00e4b&#8217;s Reparaturarbeiten genug zu erledigen, und die Verpflegung f\u00fcr die letzten vier Nonnen, ihre Mutter Oberin und den wegen seines Schweigegel\u00fcbde stummen Pater Benedikt k\u00f6nnte auch besser sein. 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