{"id":18143,"date":"2023-11-13T19:39:04","date_gmt":"2023-11-13T18:39:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18143"},"modified":"2023-11-13T19:41:25","modified_gmt":"2023-11-13T18:41:25","slug":"pigalle-pigalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18143","title":{"rendered":"\u201ePIGALLE, PIGALLE\u2026"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Enns.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18142\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Enns-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Enns-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Enns-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Enns-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Enns.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension und Foto: Bernhard Jahn &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>..\u2026das ist die gro\u00dfe Mausefalle mitten in Paris.\u201c<\/p>\n<p>Man muss die alten Klassiker aus den 1960ern nicht zwingend gesehen haben, um mit diesem neuesten Abenteuer von <span style=\"color: #ff0000;\">Graf Bobby und Baron Mucki<\/span> seine helle Freude zu haben.<\/p>\n<p>Aber es erleichtert nat\u00fcrlich den Einstieg in diese famos heile Welt und erlaubt eine nostalgische Zeitreise, zur\u00fcck in vermeintlich bessere Tage voller Jazz, Tanz, naiver Witze und Slapstick-Einlagen par excellence! Als Vorlage f\u00fcr diesen humorvollen Theaterabend dienen selbstverst\u00e4ndlich die legend\u00e4ren Verfilmungen mit Peter Alexander und Gunther Philipp.<\/p>\n<p>Das <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Theater Sellawie<\/span><\/strong> m\u00f6chte im heurigen Kultur-Herbst bewusst einen Kontrapunkt zur t\u00e4glichen Nachrichtenflut an Schreckensmeldungen setzen. K.u.K. ist das Stichwort, aber nicht Krieg und Krisen sondern kaiserlich und k\u00f6niglich. Eine Hommage an die alte Zeit der \u00f6sterreichisch-ungarischen Monarchie, aus der die Geschichten vom Grafen Bobby stammen.<br \/>\nUnd um das gleich mal vorweg zu nehmen: dieses Ansinnen geht nicht nur auf, es schl\u00e4gt ein wie eine humoristische Bombe im erfolgsverw\u00f6hnten Kellergew\u00f6lbe des Schlosses Ennsegg.<\/p>\n<p>Zum Inhalt: Graf Bobby steckt in der Midlifecrisis. Eine gro\u00dfe Geburtstagsfeier soll es wieder richten, zu der man ihn gleich doppelt \u00fcbers Ohr hauen will. Zwei vermeintliche Trickbetr\u00fcger wollen seine Bude ausr\u00e4umen und zwei Jungschauspielerinnen sollen ihm als seine vermeintlich unehelichen T\u00f6chter untergeschoben werden. Alles eingef\u00e4delt von Mucki und Haush\u00e4lterin Elfriede im Dienste der Freundschaft, und um ihm die Krise aus der Lebensmitte zu treiben. Der Plan misslingt und die ganze Gesellschaft landet im Vergn\u00fcgungsviertel von Paris, wo der Titelheld schlie\u00dflich den Spie\u00df umdreht, wie es eben nur ein Graf Bobby kann.<br \/>\nDas 20-k\u00f6pfige Ensemble begeistert geschlossen mit \u00fcberaus bunten Figuren und grenzenloser Spielfreude.<br \/>\nBesonders hervorzuheben: ein dauergestresster und n\u00e4selnder Kuckuck (<span style=\"color: #0000ff;\">Gerhard Sch\u00fcrausz<\/span>), der sich st\u00e4ndig um- und schlie\u00dflich ausziehende Hansi (herzig: <span style=\"color: #0000ff;\">Patrick Paukner<\/span>) sowie das t\u00f6lpelhafte und urkomische Betr\u00fcgerduo Powidl (<span style=\"color: #0000ff;\">Thomas Wimmer<\/span>) und Cower (<span style=\"color: #0000ff;\">Michael Gassner<\/span>). <span style=\"color: #0000ff;\">Daniel Praus<\/span> mutiert vom Polizisten zum tanzenden Partygast, dem die Herzen der Zuschauer zufliegen. <span style=\"color: #0000ff;\">Michaela Mekina<\/span> begeistert ab der ersten Minute mit ihrer Berliner Schnauze und ihrer frivolen Drohung, sich publikumswirksam die nicht mehr ganz so jugendlichen Beine zu rasieren. Das vierk\u00f6pfige Tanzensemble wird von der grandiosen <span style=\"color: #0000ff;\">Tamara Ebenhofer<\/span> angef\u00fchrt und \u00fcberzeugt gekonnt in zahlreichen Choreographien zu den musikalischen Acts (Leitung: <span style=\"color: #0000ff;\">Anna Salomon<\/span>).<br \/>\nAuch die stimmlichen Leistungen der vielen vorgetragenen Gassenhauer treffen gekonnt in die Herzen des Publikums: \u201eSag beim Abschied leise Servus\u201c, \u201eSch\u00f6ner fremder Mann\u201c, \u201ePigalle\u201c und viele mehr. Und dann ist da noch das kongeniale Duo Bobby und Mucki. Was soll man sagen, der Charme der Original-Figuren wurde perfekt eingefangen. Sie spr\u00fchen geradezu vor Energie und spitzb\u00fcbischer Leidenschaft. Beide Akteure stellen ihre tiefe Verehrung und Zuneigung zu Ihren gro\u00dfen Vorbildern Peter Alexander\/Gunther Phillip zur Schau und bestehen den Vergleich mit Bravour.<br \/>\nGanz nebenbei tragen die beiden Hauptdarsteller auch noch Verantwortung als <span style=\"color: #0000ff;\">Autor (Sebastian Brummer)<\/span> und <span style=\"color: #0000ff;\">Produktionsleiter (Thomas Zimmermann)<\/span> und teilten sich auch die <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Regie<\/span><\/strong>. Ein nicht zu untersch\u00e4tzender Drahtseilakt, sind sie doch fast durchgehend und gro\u00dfteils zugleich selbst auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Kurzum: Das Konzept geht voll auf. Dem gesamten Team vom Theater Sellawie gelingt eine grandiose Graf Bobby Geschichte, die sich nahtlos und ebenb\u00fcrtig in die ber\u00fchmte Filmreihe aus den Sechzigern einreiht.<\/p>\n<p>Das Publikum bedankt sich stehend, gr\u00f6lend und mit nicht enden wollendem Applaus!<\/p>\n<p>Noch zu sehen am 17. und 18. November 2023 (jeweils um 19.30 Uhr) im Schloss Ennsegg<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sellawie.at\/programm\/\">https:\/\/www.sellawie.at\/programm\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension und Foto: Bernhard Jahn &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. ..\u2026das ist die gro\u00dfe Mausefalle mitten in Paris.\u201c Man muss die alten Klassiker aus den 1960ern nicht zwingend gesehen haben, um mit diesem neuesten Abenteuer von Graf Bobby und Baron Mucki seine helle Freude zu haben. 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