{"id":18354,"date":"2024-01-14T11:43:30","date_gmt":"2024-01-14T10:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18354"},"modified":"2024-01-14T12:26:16","modified_gmt":"2024-01-14T11:26:16","slug":"schau-genau-wie-bei-uns-dahoam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18354","title":{"rendered":"Schau, genau wie bei uns dahoam!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Gutau.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18356\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Gutau-300x198.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Gutau-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Gutau-200x132.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Gutau.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension von Bernhard Jahn, Foto: Theaterrunde Gutau &#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Zugegeben, der Plot von <span style=\"color: #ff0000;\">\u201eDa Opa,<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">da Papa und I\u201c<\/span> ist auf den ersten Blick eine recht harmlose Geschichte. Aber das ist durchaus gewollt. Nur wenige Monate nach der bewegenden Erfolgsproduktion <span style=\"color: #0000ff;\">\u201eDas<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">Menschenm\u00f6gliche\u201c<\/span> auf der Burg Reichenstein (Gemeinschaftsprojekt der <span style=\"color: #0000ff;\">Theatergruppen Gutau und Tragwein<\/span>) hat Regisseur <span style=\"color: #0000ff;\">Emmerich Gratzl<\/span> nun auf der eigenen B\u00fchne im Pfarrsaal Gutau bewusst auf eine leichtf\u00fc\u00dfige Kom\u00f6die gesetzt.<\/p>\n<p>Schauplatz des St\u00fcckes ist eine alte Jagdh\u00fctte im Wald, in der drei M\u00e4nner aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden Zuflucht suchen. Der Sohn m\u00f6chte in Ruhe f\u00fcr die anstehende Pr\u00fcfung lernen, sein Papa sucht Erholung und Abstand vom Job und der Opa ist der Oma davongelaufen. Anfangs noch zerstritten und uneins, wer alleinigen Anspruch auf die H\u00fctte hat, eint sie recht schnell die Erkenntnis \u00fcber ihr gemeinsames Ungl\u00fcck: \u201eDes mit de Weiberleit, des wird nix!\u201c<br \/>\nDer Opa leidet ja schon seit Jahrzehnten unter der Fuchtel seiner Frau und hat sich vor langer Zeit das Zuh\u00f6ren abgew\u00f6hnt. Der Papa muss immer wieder zwischen den beiden vermitteln. Er hat seine eigenen Probleme mit einer starken Ehefrau im gemeinsamen Zuhause. Ihre Eifersucht scheint aber nicht ganz unberechtigt, als sie in der H\u00fctte auftaucht und neben ihrem Mann auch noch ein junges attraktives M\u00e4del, fortan als \u201eFlitscherl\u201c denunziert, vorfindet. Diese hat sich gerade von Ihrem Freund getrennt und nutzt die H\u00fctte als vor\u00fcbergehende Unterkunft, was den Papa in Erkl\u00e4rungsnot und seinen Sohn in romantische H\u00f6henfl\u00fcge bringt. Zumindest kurzzeitig, denn das Anbandeln verl\u00e4uft schwieriger als gedacht und l\u00e4sst selbst den J\u00fcngsten am anderen Geschlecht verzweifeln.<br \/>\nNach und nach versammeln sich also neben den M\u00e4nnern auch die (Ehe)frauen und tragen die gemeinsamen Konflikte, sehr zum Vergn\u00fcgen des Publikums, unter dem kleinen Dach der Waldh\u00fctte aus. Sp\u00e4testens jetzt wird den immer noch lachenden Zuseherinnen und Zusehern nebenbei klar: Das sind ja wir! Die eben noch lieb-harmlose Geschichte entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als detaillierte Charakterstudie zwischenmenschlicher Paarbindung. Es knistert und knirscht generations\u00fcbergreifend, weil die M\u00e4nner nie zuh\u00f6ren und die Frauen st\u00e4ndig was von ihnen wollen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">Lena Viehb\u00f6ck<\/span> steht in Gutau zum allerersten Mal auf der B\u00fchne und meistert ihr Deb\u00fct als \u201eFlitscherl\u201c Biggi mit viel Ausdrucksst\u00e4rke und Charme. Ihr gegen\u00fcber <span style=\"color: #0000ff;\">Franz Mayb\u00f6ck jun.<\/span> als Enkelsohn Robbi, der st\u00e4ndig und hochenergetisch zwischen himmelhochjauchzend und tiefbetr\u00fcbt hin und her pendelt.<br \/>\nDer Papa Robert, nicht minder emotional gebeutelt wie sein Sohn, wird gekonnt von <span style=\"color: #0000ff;\">Markus Gringer<\/span> verk\u00f6rpert. <span style=\"color: #0000ff;\">Kathrin Viehb\u00f6ck<\/span> wechselt von der eifers\u00fcchtigen Bissgurn zur hinterlistigen aber schlussendlich doch liebenden Gattin Ingrid. Hut ab vor dieser Wandlungsf\u00e4higkeit.<br \/>\nGewaltig und \u00fcberaus unterhaltsam sind s\u00e4mtliche Auftritte von der resoluten Oma Roserl (<span style=\"color: #0000ff;\">Ingrid Klopf<\/span>). Sie stattet ihre Figur sehr gekonnt mit harter Schale und umso weicherem Kern aus. Absolut herrlich anzusehen schlie\u00dflich der Opa Erich als leidgepr\u00fcfter Familienpatriarch. <span style=\"color: #0000ff;\">Fritz Renhart<\/span> hat eine Riesengaudi dabei, in einen Moment noch auf den Tisch zu hauen, kurz darauf in Unterw\u00e4sche sein Schamgef\u00fchl zu entdecken und dann wie ein Kleinkind nach einem Kakao zu verlangen. Ein Publikumsliebling, der es perfekt versteht zu unterhalten. Chapeau!<br \/>\nSchlussendlich finden die Paare dann doch (wieder) zusammen, die Vers\u00f6hnung zwischen Oma und Opa sorgt f\u00fcr den herzerw\u00e4rmenden H\u00f6hepunkt des Abends.<\/p>\n<p>Am Ende der Vorstellung bleiben zwei Erkenntnisse:<br \/>\nErstens liebt es die Theaterrunde Gutau, Ihr Publikum zu unterhalten und zweitens sollten wir alle uns wieder mehr mit unserer Partnerin oder unserem Partner unterhalten, dann kommt die Liebe ganz von selbst.<\/p>\n<p>Noch zu sehen am:<br \/>\n14.1. um 14.30 Uhr<br \/>\n19.1. und 20.1. jeweils um 20 Uhr<br \/>\n21.1. um 14.30 Uhr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theater-gutau.at\/\">https:\/\/www.theater-gutau.at\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von Bernhard Jahn, Foto: Theaterrunde Gutau &#8230;&#8230;&#8230;.. Zugegeben, der Plot von \u201eDa Opa, da Papa und I\u201c ist auf den ersten Blick eine recht harmlose Geschichte. Aber das ist durchaus gewollt. 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