{"id":18561,"date":"2024-01-30T18:53:15","date_gmt":"2024-01-30T17:53:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18561"},"modified":"2024-01-30T19:01:41","modified_gmt":"2024-01-30T18:01:41","slug":"und-die-moral-von-der-gschicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18561","title":{"rendered":"Und die Moral von der G\u2019schicht&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Jakob.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18560\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Jakob-300x165.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Jakob-300x165.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Jakob-200x110.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Jakob-768x423.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Jakob.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Rezension und Foto von Christian Maier &#8230;&#8230;&#8230;..\u00a0\u00a0 Am 20. Dezember 1924 (also genau vor 100 Jahren) uraufgef\u00fchrt, wagte sich heuer das <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Peuerbacher Schlosstheater<\/span> <\/strong>an die Kom\u00f6die <span style=\"color: #ff0000;\">\u201eDer wahre Jakob\u201c<\/span> nach Frank Arnold und Ernst Bach.<br \/>\nUnter der Regie von <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Brigitte und Herbert Wiesinger<\/span><\/strong> entstand so eine wahrhaft kurzweilige und kom\u00f6diantisch hochwertige Produktion, die tats\u00e4chlich Lust auf mehr macht.<\/p>\n<p>Der \u00fcberaus strenge und moralisch unfehlbar scheinende Stadtrat Jakob Kaiser (<span style=\"color: #0000ff;\">Stefan Pimmingstorfer<\/span>) begibt sich mit seinem Vereinsfreund Kurt Herschbaum (<span style=\"color: #0000ff;\">Herbert Wiesinger<\/span>), aus einem nicht n\u00e4her benannten Provinzst\u00e4dtchen im Hausruckviertel, auf einen Sittlichkeits-Kongress nach Wien. Ist er doch der Vorsitzende des hiesigen Vereins f\u00fcr Moral und gesellschaftliche Stellung der Frau und nicht zuletzt deshalb im St\u00e4dtchen hoch angesehen. Doch sp\u00e4testen nach einem Besuch im Variet\u00e9 und der Begegnung mit der T\u00e4nzerin Fanny (<span style=\"color: #0000ff;\">Anne Weinberger<\/span>) in deren Privatgarderobe br\u00f6ckelt die Fassade und der sonst so sittliche Politiker wird zum \u201ewahren Jakob\u201c. Nicht wissend, dass die begnadete K\u00fcnstlerin eigentlich seine in Kanada vermutete Stieftochter ist.<br \/>\nVersch\u00e4rft wird die Situation durch das Auftauchen mehrerer Verehrer von Fanny. Der Reporter Eddie (<span style=\"color: #0000ff;\">Kevin Prechtl<\/span>), hat schon zigmal um die Hand seiner Angebeteten angehalten. Justizminister Dr. Pr\u00fcda (<span style=\"color: #0000ff;\">Reinhold Entholzer<\/span>) hat ebenfalls ein Auge auf Fanny geworfen macht mit einem hochkar\u00e4tig aufgepeppten Blumenstrau\u00df seine Aufwartung. Kein Wunder also, dass sich die drei letztendlich in die Haare kriegen und Handgreiflichkeiten nur durch das beherzte Einschreiten von Fanny und deren Mutter \u2013 sie ist gleichzeitig die Frau von Stadtrat Kaiser (<span style=\"color: #0000ff;\">Conny Wagner<\/span>) \u2013 verhindert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach kurzem Umbau wechselt die Szenerie auf das Anwesen von Stadtrat Kaiser und dieser hadert nunmehr zerknirscht und mit heftigem Kopfschmerz dann doch etwas mit seinen Verfehlungen. Als Milena, der gute Geist des Hauses (<span style=\"color: #0000ff;\">Gabi Leitner<\/span>), reihum die ganze Wiener Gesellschaft in der Provinz ank\u00fcndigt, wird seine Lage so richtig prek\u00e4r.<br \/>\nTochter Susi (<span style=\"color: #0000ff;\">Lilli Wagner<\/span>), verlie\u00df aufgrund misslicher Umst\u00e4nde vor einiger Zeit fluchtartig die gro\u00dfe Stadt. Ihr Freund Felix, der ihr nachgereist ist (<span style=\"color: #0000ff;\">Emil<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">Klostermann<\/span>), hatte auf einer Demo Zoff mit dem Reporter Eddi, und entpuppt sich sp\u00e4ter als Neffe des Justizministers. Letztendlich ist dem Justizminister selbst das Zusammentreffen mit Fanny ebenfalls etwas peinlich. Wird er doch hier mit seiner Vergangenheit konfrontiert.<br \/>\n\u00dcber all dem steht der honorige Gro\u00dfvater Dr. Kaiser (<span style=\"color: #0000ff;\">Helmut Bannert<\/span>) der in fast despotischer Manier die Einhaltung moralischer Werte \u00fcberwacht. Eine schier ausweglose Situation, die sich hier anbahnt.<\/p>\n<p>Mit dem wahren Jakob ist dem Peuerbacher Schlosstheater eine gro\u00dfartige Kom\u00f6die gelungen. Die Leistung des gesamten Teams ist hervorragend. Die verschiedenen Charaktere wurden nicht zuletzt aufgrund der einzelnen Dialekte fein herausgearbeitet und der Verlauf zeitgem\u00e4\u00df an \u00f6sterreichische Verh\u00e4ltnisse gut angepasst.<\/p>\n<p><strong>Und die Moral von der ganzen G\u2018schicht: nicht vergessen, immer anst\u00e4ndig bleiben!!<\/strong><\/p>\n<p>Noch zu sehen am 02.02. um 19:30<br \/>\n03.02. um 16:00 <strong>und<\/strong> 19:30 und<br \/>\n04.02. um 18:00 Uhr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.peuerbacher-schlosstheater.at\/\">https:\/\/www.peuerbacher-schlosstheater.at\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension und Foto von Christian Maier &#8230;&#8230;&#8230;..\u00a0\u00a0 Am 20. Dezember 1924 (also genau vor 100 Jahren) uraufgef\u00fchrt, wagte sich heuer das Peuerbacher Schlosstheater an die Kom\u00f6die \u201eDer wahre Jakob\u201c nach Frank Arnold und Ernst Bach. 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