{"id":18658,"date":"2024-02-23T11:59:38","date_gmt":"2024-02-23T10:59:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18658"},"modified":"2024-02-23T12:03:29","modified_gmt":"2024-02-23T11:03:29","slug":"wenn-der-unterricht-pause-macht-und-das-haus-trotzdem-lacht-neurosige-zeiten-in-muehlbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18658","title":{"rendered":"Wenn der Unterricht Pause macht und das Haus trotzdem lacht Neurosige Zeiten in M\u00fchlbach"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-18657\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Muehlbach-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Muehlbach-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Muehlbach-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Muehlbach-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Muehlbach.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Rezension von Christine Mitterweissacher, Foto: Theater in M\u00fchlbach<\/p>\n<p>Seit 1981 gibt es die besondere B\u00fchne f\u00fcr das <strong>Theater in M\u00fchlbach<\/strong> bei Garsten. Damals wurde die Volksschule um- und eine B\u00fchne auf R\u00e4dern eingebaut. Diese B\u00fchne wartet j\u00e4hrlich auf die Semesterferien, in denen dann eifrig Theater gespielt wird. Gef\u00fchlt der halbe (Oder der ganze?) Ort sorgt f\u00fcr das Gelingen des Projekts im entlegenen M\u00fchlbachtal.<\/p>\n<p>Dieses Jahr steht die Kom\u00f6die <strong>\u201eNeurosige Zeiten\u201c<\/strong> von <em>Winnie Abel<\/em> am Programm, die das Leben in einer psychiatrischen Wohngruppe schildert. Anfangs mutet dies eigen an. Soll man Menschen mit psychischen Herausforderungen wirklich zum Mittelpunkt einer Kom\u00f6die machen? Das Publikum lernt schnell, dass es immer eine Sache der Perspektive ist, was wir als \u201enormal\u201c ansehen. Die Charaktere auf der B\u00fchne haben Ideen, Probleme und Sehns\u00fcchte wie alle Menschen. Am Ende wird klar, was vermeintlich als normal gilt, kann auch ganz leicht ver-r\u00fcckt sein.<\/p>\n<p>Die engagierte Theatergruppe beschert unter der Regie von <strong>Christa Sch\u00f6rkhuber<\/strong> und der Gesamtleitung von <strong>Herbert<\/strong> <strong>Sch\u00f6rkhuber <\/strong>einen beschwingten am\u00fcsanten Abend. Agnes Adolon, sexs\u00fcchtige Tochter einer Hoteldynastie, ist Mitbewohnerin und bekommt \u00fcberraschend Besuch von ihrer Mutter, die annimmt, ihre Tochter w\u00fcrde alleine in einer vornehmen Wohnung residieren. Um diesen Anschein zu wahren, verdonnert Agnes, schwungvoll gespielt von <strong>Martina Sch\u00f6rkhuber<\/strong>, ihre Freunde ihr beim Vertuschen zu helfen. Nat\u00fcrlich geraten sie dabei in verzwickte lustige Situationen. Die Wohnung wird umdekoriert, Martin Aigner-Obexer sorgt gekonnt als zwangsneurotischer Finanzbeamter f\u00fcr die n\u00f6tige Pr\u00e4zision und Sauberkeit<strong>. Lydia<\/strong> <strong>Schimpelsberger <\/strong>schw\u00e4rmt authentisch liebensw\u00fcrdig f\u00fcr ihren Schlagerstar, den sie stalkt. <strong>Oliver Bramberger<\/strong> spielt reizend einen soziophoben jungen Mann, den das Publikum einfach lieben muss. Diese Mischung ist noch nicht genug. Nicht nur C\u00e9cile Adolon, charmant gespielt von <strong>Christa Sch\u00f6rkhuber<\/strong>, fordert die Gesellschaft. Pl\u00f6tzlich will eine Tupperware Vertreterin, authentisch gezeichnet von <strong>Johanna Weissensteiner<\/strong>, ihre Ware verkaufen. Der von Marianne herbeigesehnte Schlagerstar Hardi Hammer, \u00fcberzeugend verk\u00f6rpert von <strong>Josef Hollnbuchner<\/strong>, st\u00fcrmt mit seinem Paparazzo Reporter, <strong>Manuel Bramberger<\/strong>, herein und will \u00e1 la Reality Show eine Nacht in der Wohngruppe seiner Stalkerin verbringen. Das Setting wird vervollst\u00e4ndigt von einer der vermeintlich Normalen, der betreuenden \u00c4rztin Dr.Dr.Schanz, sehr passend dargestellt von <strong>Andrea Bramberger<\/strong> und getoppt vom Besch\u00e4ftigungstherapeuten Rolf. <strong>Manuel Bramberger<\/strong> spielt perfekt mit Klischees, die wir alle dieser Berufsgruppe zuordnen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt lebt das St\u00fcck von erfrischenden Regieideen und geschicktem Spiel mit den Bildern in den K\u00f6pfen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Wenn Rolf mit seiner Bastelkiste hereinkommt, \u201egesellschaftliche Teilhabe erm\u00f6glichen will\u201c, und ank\u00fcndigt, \u201eHeute ist Aktivabend\u201c, oder wenn er sagt, \u201eDu bist total ok, so wie du bist\u201c, sind Schmunzeln und Lachen gesichert und die hin und wieder durchblitzenden Akzentnuancen der Akteure vergessen. Hardi Hammer sorgt f\u00fcr Lokalkolorit, wenn er von der Starnacht am Garstnerteich erz\u00e4hlt. Hexenschuss, Romantik zwischen Fan und Star, Ohnmacht, nicht l\u00fcgen k\u00f6nnen und die Freude \u00fcber das \u201egelungene offene Gespr\u00e4ch\u201c bringen weitere komische Situationen.<\/p>\n<p>Die tolle Ensembleleistung vor, auf, hinter, au\u00dferhalb der B\u00fchne sei hier ebenfalls herausgehoben.<br \/>\nEine gelungene Produktion, bei der die Schule auch in den Ferien lacht!<\/p>\n<p>Noch zu sehen:<br \/>\nam 23. und 24. 2. jeweils um 19.30 Uhr<br \/>\n<a href=\"https:\/\/theater-muehlbach.at\/\">https:\/\/theater-muehlbach.at\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von Christine Mitterweissacher, Foto: Theater in M\u00fchlbach Seit 1981 gibt es die besondere B\u00fchne f\u00fcr das Theater in M\u00fchlbach bei Garsten. Damals wurde die Volksschule um- und eine B\u00fchne auf R\u00e4dern eingebaut. Diese B\u00fchne wartet j\u00e4hrlich auf die Semesterferien, in denen dann eifrig Theater gespielt wird. 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