{"id":18778,"date":"2024-03-12T19:43:18","date_gmt":"2024-03-12T18:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18778"},"modified":"2024-03-12T19:45:10","modified_gmt":"2024-03-12T18:45:10","slug":"ein-hauch-von-tod-zieht-durchs-landl-ob-der-enns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=18778","title":{"rendered":"Ein Hauch von Tod zieht durch\u2019s Landl ob der Enns"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-18777\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Neukirchen-300x172.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Neukirchen-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Neukirchen-1024x586.jpg 1024w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Neukirchen-200x115.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Neukirchen-768x440.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Neukirchen.jpg 1086w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Rezension: Christian Maier<br \/>\nFoto: Theatergruppe Neukirchen\/V\u00f6ckla &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Mit der relativ jungen Kom\u00f6die <strong>\u201eGespenstermacher\u201c<\/strong> vom Bayerischen Autor Ralph Wallner, versorgte die <strong>Theatergruppe Neukirchen\/V\u00f6ckla<\/strong> gekonnt ihre zahlreichen Stammg\u00e4ste.<\/p>\n<p>Der Schippe und der Schaufe (<strong>Bernhard Hangler<\/strong> und <strong>Johann M\u00f6slinger<\/strong>) sind zwei skurril-kauzige Br\u00fcder. Ihr schr\u00e4ger Humor, ihre etwas rustikale Art und die Tatsache, dass sie jeden Fusel trinken, den sie in die Fingern bekommen, macht sie nicht unbedingt zu Ehrenb\u00fcrgen. Beide verdienen ihren Lebensunterhalt als Totengr\u00e4ber und kommen dabei mehr schlecht als recht \u00fcber die Runden. Abgesehen vom wohlwollenden Knecht Leo (<strong>Martin Maringer<\/strong>), werden sie vom Rest der Dorfgemeinde gemieden. So auch von der im Dorf als verr\u00fcckt bekannten Philomena (<strong>Ulrike Klambauer<\/strong>), die sich mit Kartenlegen durchs Leben schnorrt. Diese ist nur m\u00e4\u00dfig begeistert von den zwei Gesellen und so passiert es dann auch, dass sie die beiden Graberer mit einem Fluch belegt.<br \/>\nAls dann auch noch eine amtliche Verordnung der Bestattungsbeh\u00f6rde ins Haus flattert, dass sie von nun an nicht pauschal, sondern nur noch pro erfolgtem Begr\u00e4bnis bezahlt werden, haben Schippe und Schaufe gro\u00dfe Angst um ihre weitere Existenz.<br \/>\nDer Versuch, ihren Kummer in der hiesigen Schenke der Moorwirtin Rosa Moderer (<strong>Maria M\u00f6slinger<\/strong>) zu ertr\u00e4nken, f\u00fchrt sie auf der Suche nach alkoholischem Nachschub zu einer Flasche Gift. So kommen sie auf die rettende Idee: man k\u00f6nnte doch&#8230;, dann w\u00fcrde auch&#8230;!<\/p>\n<p>Frei nach dem Slogan \u201eNur mit einer Leich\u2018 werd\u2018 ma reich\u201c segnet Frau Wirtin prompt das Zeitliche und spukt fortan als sichtbares (nur f\u00fcr Schippe und Schaufe) Gespenst durch die Gegend. Ebenso wie ihre kurze Zeit sp\u00e4ter um die Ecke gebrachte Erzfeindin Vevi Veichtl (<strong>Annemarie F\u00fcrtbauer<\/strong>), die sich auch nach ihrem Tod noch heftige Wortgefechte mit Rosa liefert. Hatten es doch beide auf den Dorfschuster Jackl (<strong>Helmut Schobesberger<\/strong>) abgesehen und ihn als potentiellen Heiratskandidaten auserkoren, wobei dieser f\u00fcr solcherlei Dinge so gar nicht zug\u00e4nglich war.<br \/>\nLeichter hat es da schon die junge Lena (<strong>Martina Hangler<\/strong>), die mutma\u00dfliche Erbin der Wirtschaft. Der rechtm\u00e4\u00dfige Anspruch auf die Erbschaft ist mehr als fraglich und ihr Gewissen dadurch schon ein wenig belastet. Mit ihrer nat\u00fcrlichen und gewinnenden Art erobert sie letztendlich das Herz von Knecht Leo. Dieser wiederum hat durch das Ableben von Gro\u00dfb\u00e4uerin Veichtl deren gesamtes Hab und Gut geerbt und l\u00e4uft deshalb Gefahr, sich zu einem materialistischen Unsympathler zu entwickeln.<\/p>\n<p>In den zwei Pausen war nicht nur f\u00fcr\u2019s leibliche Wohl gesorgt, sondern erneut auch f\u00fcr die passende musikalische Umrahmung durch ein gut eingespieltes Volksmusikquartett.<\/p>\n<p>Trotz dem eher ernsten und makaber anmutenden Thema gelingt dem engagierten und hoch motivierten Ensemble mit einer hervorragenden Gesamtleistung ein lustiger, temperamentvoller und \u00e4u\u00dferst kurzweiliger Abend. Die liebevoll gestaltete B\u00fchne (B\u00fchnenbau<strong> Fritz Hattinger<\/strong>) sowie dramatische Licht und Toneffekte (Technik <strong>G\u00fcnter Harringer &amp; Anton Haslinger<\/strong>) erg\u00e4nzten perfekt die Szenerie. Das Premierenpublikum dankte mit langanhaltendem Applaus.<\/p>\n<p>Unter der bew\u00e4hrten <strong>Regie<\/strong> von <strong>Johann M\u00f6slinger &amp; Martin Maringer<\/strong> entstand einmal mehr eine b\u00e4uerliche Kom\u00f6die, die nicht durch plumpen und derben Wortwitz gl\u00e4nzt, sondern mit zahlreichen gut platzierten Pointen und feinem schwarzen Humor einen durchaus tieferen Sinn beleuchtet: Darf der eigene \u00dcberlebensdrang \u00fcber das Wohl der Mitmenschen gestellt werden&#8230;?<\/p>\n<p>Noch zu sehen am:<br \/>\n13.03., 16.03., 20.03. und 23.03. jeweils um 19:30 Uhr<br \/>\nsowie am 15.03. und 22.03. jeweils um 18:00 Uhr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.theater-neukirchen.at\">https:\/\/www.theater-neukirchen.at<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension: Christian Maier Foto: Theatergruppe Neukirchen\/V\u00f6ckla &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Mit der relativ jungen Kom\u00f6die \u201eGespenstermacher\u201c vom Bayerischen Autor Ralph Wallner, versorgte die Theatergruppe Neukirchen\/V\u00f6ckla gekonnt ihre zahlreichen Stammg\u00e4ste. Der Schippe und der Schaufe (Bernhard Hangler und Johann M\u00f6slinger) sind zwei skurril-kauzige Br\u00fcder. Ihr schr\u00e4ger Humor, ihre etwas rustikale Art und die Tatsache, dass sie jeden Fusel trinken, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-18778","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rezensionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18778"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18782,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18778\/revisions\/18782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}