{"id":19466,"date":"2024-10-28T20:05:32","date_gmt":"2024-10-28T19:05:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=19466"},"modified":"2024-10-28T22:54:19","modified_gmt":"2024-10-28T21:54:19","slug":"wie-man-scheinbar-aussichtslos-aneinander-vorbei-liebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=19466","title":{"rendered":"Wie man scheinbar aussichtslos aneinander vorbei liebt\u2026."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Helfenberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-19465\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Helfenberg-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Helfenberg-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Helfenberg-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Helfenberg-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Helfenberg.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension: Bernhard Paumann; Foto: Theatergruppe Helfenberg &#8230;..<\/p>\n<p>\u2026. und am Schluss doch noch zusammenkommt, zeigt uns eine der bekanntesten Kom\u00f6dien William Shakespeares, n\u00e4mlich <span style=\"color: #ff0000;\">\u201eWas ihr wollt\u201c<\/span>. Dem <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Theater Helfenberg <\/strong><\/span>ist es zu verdanken, hier einen dichten, puristischen Shakespeare nicht nur zu sehen, sondern ihn auch zu erleben. Unter der Regie von <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>William Mason<\/strong><\/span> beginnt das burleske St\u00fcck um Verwechslungen und Liebes-Wirren seine ganze Intensit\u00e4t zu entfalten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Clemens Wolkerstorfer<\/strong><\/span> verk\u00f6rpert als Herzog Orsino mit Noblesse die ma\u00dflose Liebe in Gestus und geschliffener Sprache zu Gr\u00e4fin Olivia (<strong>A<span style=\"color: #0000ff;\">nna Mossb\u00f6ck<\/span><\/strong>), die mitf\u00fchlend in Trauer um ihren verstorbenen Bruder die Antr\u00e4ge ablehnt, aber die aufkeimende Liebe zur als \u201eCesario\u201c verkleideten Viola in diesem Zwiespalt von Sch\u00fcchternheit und ma\u00dflosem Begehren zum Ausdruck bringt. <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Eva Prechtl <\/strong><\/span>als Viola spielt gekonnt die unterdr\u00fcckte Weiblichkeit und ihre m\u00e4nnliche Rolle in dem Wechselspiel von Liebe zum Herzog und ihrer Ablehnung der Avancen der Gr\u00e4fin.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re keine Shakespeare-Kom\u00f6die, wenn es nicht ein R\u00fcpelspiel g\u00e4be, das in ein wahres Feuerwerk der Kom\u00f6diantik ausartet. <strong>G\u00fc<span style=\"color: #0000ff;\">nter Wolkerstorfer <\/span><\/strong>als st\u00e4ndig betrunkener Sir Toby erinnert in seinem pr\u00e4zisen Spiel der Trunkenheit und dem gestenreichen Wortwitz an den seligen Karl Valentin, sein Saufkumpane Sir Andrew (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Wernher Keplinger<\/span><\/strong>) verk\u00f6rpert gekonnt die Ahnungslosigkeit dem Leben gegen\u00fcber als hoffnungsloser Brautwerber. Dieses Duo macht sich mit der Kammerfrau (sehr intrigantisch <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Marisa Kainberger<\/strong><\/span>) und dem Clown (<span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Theresa Mittermayr <\/strong><\/span>anfangs etwas verhalten, dann doch mit Z\u00fcgen des Irrwisches Puck) einen Spa\u00df mit dem eingebildeten Haushofmeister Malvolio (<span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Maurizio Revertera <\/strong><\/span>steigert sich zum Ende hin in ein Furioso von Kom\u00f6diantik). <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Tobias Wolfmayr <\/strong><\/span>als Violas Zwillingsbruder Sebastian spielt sensibel den ahnungslosen Br\u00e4utigam der Gr\u00e4fin. Auch das \u00fcbrige Ensemble (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Jonas Leibetseder<\/span>, <span style=\"color: #0000ff;\">Dominik Revertera<\/span>, <span style=\"color: #0000ff;\">Anastasia Lummerstorfer<\/span>, <span style=\"color: #0000ff;\">Pauli Madlmayr <\/span><\/strong>und <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Christine Lumetzberger<\/strong><\/span>) hat zum Gelingen dieses am\u00fcsanten Abends beigetragen.<\/p>\n<p>William Mason hat hier mit einem radikalen Strich Schwung in das Verwirrspiel gebracht und die Figuren charakterm\u00e4\u00dfig ausgezeichnet besetzt. Ja, und die Arrangements der Lieder vorgenommen sowie bei der Auff\u00fchrung sensibel auf dem Klavier begleitet. Unwahrscheinlich, wie kraftvoll und doch einf\u00fchlsam die Lieder her\u00fcbergekommen sind. Extraapplaus f\u00fcr die Musik und das Stimmenpotenzial.<\/p>\n<p>Das doch etwas pastos \u00fcppige B\u00fchnenbild einer Gartenlandschaft passt nicht unbedingt, ein schwarzer Vorhang h\u00e4tte die von Shakespeare gew\u00fcnschte Kargheit noch deutlicher unterstrichen. Vielfach wird vergessen, dass das Publikum auch Fantasie hat, und die war hier gefordert.<\/p>\n<p>Ein gelungener Abend, ein gro\u00dfartiger Shakespeare, wie ihn sich manches Profitheater w\u00fcnschen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Noch zu sehen:<\/span><\/strong><br \/>\n31.10. u. 2.11. jeweils um 20 Uhr<br \/>\n3.11. um 17 Uhr<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tips.at\/nachrichten\/rohrbach\/kultur\/662447-helfenberger-theatergruppe-bringt-was-ihr-wollt\">https:\/\/www.tips.at\/nachrichten\/rohrbach\/kultur\/662447-helfenberger-theatergruppe-bringt-was-ihr-wollt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension: Bernhard Paumann; Foto: Theatergruppe Helfenberg &#8230;.. \u2026. und am Schluss doch noch zusammenkommt, zeigt uns eine der bekanntesten Kom\u00f6dien William Shakespeares, n\u00e4mlich \u201eWas ihr wollt\u201c. 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