{"id":21423,"date":"2025-12-05T19:32:45","date_gmt":"2025-12-05T18:32:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=21423"},"modified":"2025-12-05T19:32:45","modified_gmt":"2025-12-05T18:32:45","slug":"menschenfeind-messerscharf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=21423","title":{"rendered":"Menschenfeind, messerscharf"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Menschenfeind.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-21421\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Menschenfeind-300x272.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Menschenfeind-300x272.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Menschenfeind-166x150.jpg 166w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Menschenfeind-768x695.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Menschenfeind.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Rezension: Christian Hanna, Foto: TG Tragwein &#8230;&#8230;&#8230;.<\/span>Mit der Produktion von <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Menschenfeind<\/strong>,<\/span> einer Kom\u00f6die von <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Fabian Alder<\/strong><\/span> nach <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Moli\u00e8re<\/strong>,<\/span> ist acht Jugendlichen der <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Theatergruppe Tragwein<\/span><\/strong> und ihrer Regisseurin <span style=\"color: #0000ff;\">Karin Schmid<\/span> ein Meisterst\u00fcck gelungen.<\/p>\n<p>Einerseits haben wir es mit einem bekannten und beliebten Klassiker zu tun, andererseits ist der Text geradezu taufrisch, 2023 f\u00fcr das TAG bearbeitet. In herrlich geschliffener, schneidend ironischer Sprache in Paarreimen verfasst, ist er allein zum Zuh\u00f6ren ein Genuss \u2013 wenn er denn so erstaunlich pr\u00e4zise pr\u00e4sentiert wird wie in der vorliegenden Produktion, f\u00fcr die er, so die Regisseurin, von den jungen Darsteller:innen selbst ausgew\u00e4hlt wurde. Alder siedelte die zynische Story um einen \u00fcbermoralischen Besserwisser und die ihn umgebenden Opportunisten in einer Werbeagentur an (schick und praktisch gestaltet von <span style=\"color: #0000ff;\">Helmut Freinschlag<\/span> und <span style=\"color: #0000ff;\">Andreas Viertelmayr<\/span>), die die Wahlkampagne f\u00fcr die G\u00d6P, die Gr\u00fcn-\u00f6konomische Partei, gestalten soll \u2013 genug Gelegenheit f\u00fcr diverse Intrigen.<\/p>\n<p>In nur zwei Monaten Probenzeit gelang es der Regisseurin, die Jugendlichen mit viel Arbeit an Sprache und Rollenbiographie zu einem kompakten, flotten, selbstsicheren Spiel zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein Menschenfeind zu sein ist nat\u00fcrlich das letzte, was dieser Alceste will \u2013 und in diesem Sinne stellt <span style=\"color: #0000ff;\">Patricia Adlesgruber<\/span> ihn auch dar. Sie zeigt ihn bedr\u00fcckt von der Schlechtigkeit der Welt und besessen davon, Tipps zu ihrer Verbesserung zu geben, die Adlesgruber in bitterem Predigtton f\u00fcr alle parat hat. Und auch das Kost\u00fcm zeigt klar, dass Alceste auf diesem Jahrmarkt der Eitelkeit keine Rolle spielen will. Bleibt nur die Frage, warum er ausgerechnet mit C\u00e9lim\u00e8ne liiert ist, die <span style=\"color: #0000ff;\">Lena Adlesgruber<\/span> als toughe Gesch\u00e4ftsfrau sehr offen und\u00a0 positiv ihren Mitmenschen gegen\u00fcber pr\u00e4sentiert. <span style=\"color: #0000ff;\">Sophia Danmair<\/span> zeigt \u00c9liante als intrigantes Sekret\u00e4rinnenluder, das Alceste auf die ganz sanft\u2013falsche Tour ausspannen will. <span style=\"color: #0000ff;\">Mirjam<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">F\u00fcrnhammer<\/span> gibt die Chefin der Konkurrenz Arsion\u00e9 als schicke wie bissige Furie. <span style=\"color: #0000ff;\">Iljan Kargl<\/span>, <span style=\"color: #0000ff;\">Ella Pichler<\/span> und <span style=\"color: #0000ff;\">Philimena<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">Schorn<\/span> sind das Angestellten-Trio Oronte, Clitandre und Christine, das ihre verhasste Chefin nur per Intrige auszuhebeln vermag, unheimlich schnell im Wechsel von loyal zu verr\u00e4terisch. Als ungemein elegant-unterk\u00fchlte G\u00d6P-Generalsekret\u00e4rin brillierte <span style=\"color: #0000ff;\">Inja Kargl<\/span>, gab sich als wahres Politiktalent in der Rasanz ihrer Koalitionswechsel.<\/p>\n<p>Bitte mehr von so brandaktuellen, scharf pointierten Theaterabenden, ausgef\u00fchrt von so jungen Kr\u00e4ften!!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension: Christian Hanna, Foto: TG Tragwein &#8230;&#8230;&#8230;.Mit der Produktion von Menschenfeind, einer Kom\u00f6die von Fabian Alder nach Moli\u00e8re, ist acht Jugendlichen der Theatergruppe Tragwein und ihrer Regisseurin Karin Schmid ein Meisterst\u00fcck gelungen. Einerseits haben wir es mit einem bekannten und beliebten Klassiker zu tun, andererseits ist der Text geradezu taufrisch, 2023 f\u00fcr das TAG bearbeitet. 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