{"id":21946,"date":"2026-03-08T12:58:44","date_gmt":"2026-03-08T11:58:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=21946"},"modified":"2026-03-08T12:58:44","modified_gmt":"2026-03-08T11:58:44","slug":"charlys-tante-2-0-die-komoedie-bekommt-ein-gender-upgrade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=21946","title":{"rendered":"Charly\u2018s Tante 2.0 \u2013 die Kom\u00f6die bekommt ein Gender-Upgrade"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ottnang.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-21945\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ottnang-300x135.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ottnang-300x135.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ottnang-200x90.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ottnang-768x346.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Ottnang.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension u. Foto: Christian Maier &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Mit <strong><span style=\"color: #ff0000;\"><em>\u201eCharly\u2018s Tante reloaded\u201c<\/em><\/span><\/strong> legt die <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Mosaikb\u00fchne Ottnang\/Hausruck<\/strong><\/span> eine Kom\u00f6die vor, die zeigt, wie lebendig, \u00fcberraschend und publikumsnah modernes Boulevardtheater sein kann.<\/p>\n<p>Die in S\u00fcdhessen aufgewachsene <em><span style=\"color: #ff0000;\">Autorin Winnie Abel<\/span><\/em>, wird seit Jahren f\u00fcr ihre pointenreichen St\u00fccke wie etwa \u201eNeurosige Zeiten\u201c oder \u201eEs f\u00e4hrt kein Zug nach Nirgendwo\u201c gefeiert und wagt sich mit \u201eCharlys Tante reloaded\u201c an einen Klassiker der Verwechslungskom\u00f6die. Sie schafft es vortrefflich, ihr Frische zu verleihen, die das Publikum vom ersten Moment an einf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die Grundidee ist vertraut: M\u00e4nner in Not, eine Tante, die pl\u00f6tzlich nicht verf\u00fcgbar ist, und eine Notl\u00fcge, die sich irgendwie verselbstst\u00e4ndigt &#8211; so weit, so bekannt. Abel greift diese vertraute Form zwar auf, nutzt sie jedoch nicht als nostalgisches Zitat, sondern als Ausgangspunkt f\u00fcr eine temporeiche und zeitgem\u00e4\u00dfe Kom\u00f6die. Sie spielt geschickt mit den Erwartungen des Publikums -erf\u00fcllt sie mit Leichtigkeit und entwickelt daraus eine Handlung, die sich Szene f\u00fcr Szene aufbaut und weiter zuspitzt.<\/p>\n<p>Charly (<span style=\"color: #0000ff;\">Thomas Gr\u00f6stlinger<\/span>) und Joe (<span style=\"color: #0000ff;\">David Fellner<\/span>) \u2013 beide geschieden \u2013 befinden sich zweckm\u00e4\u00dfig in einer M\u00e4nner-WG. Doch so richtig zufrieden sind sie nicht. Das weibliche Geschlecht fehlt eindeutig. Es ist also wenig \u00fcberraschend, dass vor allem Charly zunehmend nerv\u00f6s wird, als nebenan die neue Nachbarin Nelly (<span style=\"color: #0000ff;\">Elisabeth Haslinger<\/span>) einzieht und diese von ihrer Schwester Doro (<span style=\"color: #0000ff;\">Heidi Steinbichler<\/span>) begleitet wird. Noch dazu, wo er Doro bei einem Gender-Seminar kennengelernt und sich umgehend in sie verliebt hat. Nachdem die zwei Freunde die Schwestern beeindrucken und zum Dinner einladen m\u00f6chten, brauchen Sie unbedingt eine seri\u00f6se Anstandsdame. Da kommt Charly\u2019s Tante Liz (<span style=\"color: #0000ff;\">Ildiko Froschauer<\/span>) \u2013 eine Stilikone aus New York \u2013 gerade recht. Doch als alles auf Schiene scheint, sagt die Tante kurzerhand ab und Joe wird als Tanten-Ersatz zum vermeintlichen Retter der Situation.<\/p>\n<p>Mit dem \u00fcberraschenden Auftauchen des querulantischen Nachbarn Pfeiffer (<span style=\"color: #0000ff;\">Alois Fellner<\/span>) nimmt das Chaos allerdings erst richtig Fahrt auf. Der verguckt sich ausgerechnet in die falsche Tante und sorgt mit einem spontanen Heiratsantrag f\u00fcr zus\u00e4tzliche Verwirrung. Als dann auch noch die echte Tante zu einem Blitzbesuch hereinschneit und Joes Ex Michaela (<span style=\"color: #0000ff;\">Sandra Holzmannhofer<\/span>) samt der gemeinsamen Tochter Susi (<span style=\"color: #0000ff;\">Magdalena Haslinger<\/span>) auftaucht, ist das Durcheinander endg\u00fcltig perfekt.<\/p>\n<p>Unter der <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Regie <\/strong><\/span>von<span style=\"color: #ff0000;\"><strong> Hubert Lagler<\/strong> <\/span>werfen sich die Darstellerinnen und Darsteller allesamt mit sp\u00fcrbarer Spielfreude in die ihnen zugedachten Rollen. Genau diese Energie \u00fcbertr\u00e4gt sich unmittelbar auf das Publikum. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet: aufgedreht, leicht verr\u00fcckt, aber nie grotesk und dennoch mit Herz. Jede Figur bekommt ihren Moment, jede bringt eine eigene Farbe in das kom\u00f6diantische Gesamtbild. Ob resolute Nachbarin, genderversessene Schwester (oder hei\u00dft es inzwischen Schwesterin), misstrauischer Verehrer oder angehende Influencerin \u2013 sie alle tragen dazu bei, dass das Chaos glaubw\u00fcrdig und zugleich herrlich \u00fcberdreht wirkt.<\/p>\n<p><em>\u201eCharly\u2018s Tante reloaded\u201c<\/em> ist eine Kom\u00f6die, die zeigt, wie lebendig und zeitgem\u00e4\u00df ein Klassiker sein kann, wenn Regie und SchauspielerInnen mit Herzblut und Humor ans Werk gehen.<\/p>\n<p>Noch zu sehen am:<br \/>\n6.3. u. 7.3. jeweils um 20 Uhr<br \/>\n8.3. um 18 Uhr<br \/>\n13.3. u. 14.3. jeweils um 20 Uhr<br \/>\n15.3. um 18 Uhr<br \/>\n20.3. u. 21.3. jeweils um 20 Uhr<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mosaikbuehne.at\/\">https:\/\/mosaikbuehne.at\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension u. Foto: Christian Maier &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. 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