{"id":21952,"date":"2026-03-17T10:53:08","date_gmt":"2026-03-17T09:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=21952"},"modified":"2026-03-19T13:57:53","modified_gmt":"2026-03-19T12:57:53","slug":"pfeift-wider-das-vergessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=21952","title":{"rendered":"Pfeift! \u2013 Wider das Vergessen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-21954\" src=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k-1320x880.jpg 1320w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PfeiftZentral42_k.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension: Bernhard Paumann, Foto: Ernst Roller &#8211; K\u00f6sslbachensemble<\/p>\n<p><strong>Pfeift! \u2013 Wider das Vergessen<\/strong><\/p>\n<p>hei\u00dft die Produktion vom K\u00f6sslbachensemble, einer Gruppe von 5 Amateurschauspielerinnen, die sich mit dem Leben der den meisten unbekannten<strong> <span style=\"color: #ff0000;\"><em>Marie Beutlmayr<\/em><\/span><\/strong>, der ersten weiblichen Abgeordneten zum o\u00f6. Landtag und sp\u00e4ter Bundesr\u00e4tin, befasst.<\/p>\n<p>Und auch die Genese dieses St\u00fcckes ist erstaunlich. <span style=\"color: #0000ff;\">Dr.in Martina Gugglberger<\/span>, Professorin am Institut f\u00fcr Zeitgeschichte an der JKU, hielt in Neukirchen, dem Geburtsort Beutlmayrs, einen Vortrag \u00fcber diese, den auch der SP\u00d6 Gemeinderat von Eschenau, <span style=\"color: #0000ff;\">Ernst Roller<\/span>, h\u00f6rte und sich entschloss, dieser Pionierin der Frauenrechte zum 150. Geburtstag ein Denkmal zu setzen. Roller animierte den Historiker <span style=\"color: #0000ff;\">Florian Haderer<\/span>, geboren in Waldkirchen, zum Verfassen eines St\u00fcckes.<\/p>\n<p>Der \u201eTheaterprofessor aus Dachsberg\u201c, <span style=\"color: #0000ff;\">Herbert Wiesinger<\/span>, nahm sich der Thematik an und formte das St\u00fcck zu einem Juwel dokumentarischen Theaters. 2021 uraufgef\u00fchrt in der Bl\u00fcte der Coronazeit und seither mehr als erfolgreich pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Wenn etwas \u201epfeift\u201c, dann funktioniert etwas, ist etwas gut und es kann losgelegt werden. \u00dcbertragen auf die bodenst\u00e4ndige Politik Marie Beutlmayrs ist damit ihr alltagspraktisches Tun gemeint. Marie Beutlmayr war eine Macherin, eine unerm\u00fcdliche K\u00e4mpferin. Sie war unersch\u00fctterlich in ihrer Energie. Jeden freien Tag, jede freie Stunde war sie unterwegs in den Landgasth\u00e4usern, Wirtshausstuben, um entschlossen gegen die Verelendung der Frauen und Kinder anzuk\u00e4mpfen und um ein gemeinsames politisches Engagement zu organisieren.<\/p>\n<p>Wiesinger f\u00fchrt die 5 Frauen (<span style=\"color: #0000ff;\">Birgit Romanik, Monika Litzlbauer, Corinna Denk, Franziska Oberauer und Traudi Peham<\/span>) unaufgeregt, subtil und l\u00e4sst sie die Rollen ausleben. Auf einer mehr als kargen B\u00fchne \u2013 ganz im Sinne von Grotowskis \u201eArmem Theater\u201c \u2013 werden Zeitgeist, die gesellschaftlichen widrigen Verh\u00e4ltnisse, die nagende Armut und der unterirdisch brodelnde Widerstandsgeist lebendig. Man sp\u00fcrt f\u00f6rmlich, wie die Frauen ihre Rollen verinnerlichen und nicht mehr Rollen, sondern lebendige Menschen, hineingeworfen in die Zeitl\u00e4ufte, verk\u00f6rpern. Die leicht stilisierten Kost\u00fcme, lange schwere R\u00f6cke, zeugen von dieser b\u00e4uerlichen, kleinb\u00fcrgerlichen Urkraft.<\/p>\n<p>Das Volksmusikensemble \u201eDie Wieslingers\u201c (<span style=\"color: #0000ff;\">Gerhard Adlesgruber, Ursula Parzer, Maria Dunzinger <\/span>und <span style=\"color: #0000ff;\">Sabine Kriegner<\/span>) weben einen Klangteppich, der das Geschehen auf der B\u00fchne stimuliert und unaufdringlich die Stimmung einf\u00e4ngt und begleitet. Auch die ged\u00e4mpften Lichtstimmungen (<span style=\"color: #0000ff;\">Kay, Ursula<\/span> und\u00a0<span style=\"color: #0000ff;\">Marvin Melaun<\/span>) unterstreichen atmosph\u00e4risch die Zeitreise.<\/p>\n<p>\u201e<strong><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Pfeift<\/em><\/span><\/strong>!\u201c ist lebendiger Beweis, dass auch sogenanntes \u201eernstes\u201c Theater volle H\u00e4user bringen kann und die Angst, \u201eso etwas\u201c dem eigenen Publikum zumuten zu d\u00fcrfen, vollkommen unbegr\u00fcndet ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension: Bernhard Paumann, Foto: Ernst Roller &#8211; K\u00f6sslbachensemble Pfeift! \u2013 Wider das Vergessen hei\u00dft die Produktion vom K\u00f6sslbachensemble, einer Gruppe von 5 Amateurschauspielerinnen, die sich mit dem Leben der den meisten unbekannten Marie Beutlmayr, der ersten weiblichen Abgeordneten zum o\u00f6. Landtag und sp\u00e4ter Bundesr\u00e4tin, befasst. 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