{"id":2391,"date":"2012-02-20T10:26:07","date_gmt":"2012-02-20T09:26:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=2391"},"modified":"2012-02-21T08:39:56","modified_gmt":"2012-02-21T07:39:56","slug":"dieser-%e2%80%9eoscar-hatte-sich-einen-oscar-verdient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=2391","title":{"rendered":"Dieser \u201eOscar\u201c h\u00e4tte sich einen Oscar verdient"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><em><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Oscar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2390\" title=\"Oscar\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Oscar-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Oscar-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Oscar-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Oscar.jpg 340w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Rezension von Bernhard Paumann<\/span><\/em><em><\/em><em><\/em><span style=\"font-size: small;\">Dieses Geheimnis muss einmal gel\u00fcftet werden: Louis de Funes lebt, und zwar in einem Dorf nahe der tschechischen Grenze, in Leopoldschlag. Unter dem Pseudonym <span style=\"color: #ff0000;\">Robert Traxler<\/span> kann man ihn in der <span style=\"font-size: medium; color: #800080;\">\u201eGrenzlandb\u00fchne\u201c<\/span> in der Boulevard-Kom\u00f6die \u201eOscar\u201c bewundern. Schon in seinem ber\u00fchmten Film hat der franz\u00f6sische Starkomiker ein Gagfeuerwerk gez\u00fcndet, aber als Robert einen eigenst\u00e4ndigen, neuen Weg gefunden.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #ff0000;\">Raimund Stangl<\/span> hat, verantwortlich f\u00fcr Regie und B\u00fchnenbild, eine schmissige, turbulente Kom\u00f6die auf die Bretter gestellt und bei der Auswahl seiner Charaktere ein mehr als goldenes H\u00e4ndchen bewiesen. Punktgenau \u2013 sozusagen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><span style=\"color: #ff0000;\">Josef Haib\u00f6ck<\/span> mit seinen beiden Produktionsleitern <span style=\"color: #ff0000;\">Bernhard Jahn<\/span> und <span style=\"color: #ff0000;\">Johannes<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Klopf<\/span> gingen den bew\u00e4hrten Weg, in der dunklen Jahreszeit ein lustiges St\u00fcck auf die B\u00fchne zu stellen. Mit vollem Erfolg \u2013 auch wenn die Grenzlandb\u00fchne ob des Faschingsonntags doch nicht ganz ausverkauft war \u2013 verdient h\u00e4tte sie es sich.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Den Inhalt einer Boulevard-Kom\u00f6die nachzuerz\u00e4hlen ist vergebene Liebesm\u00fch. Was die SchauspielerInnen mit ihrem Regisseur daraus gemacht haben, ist lobend zu erw\u00e4hnen. Allen voran Robert Traxler als der Seifenfabrikant Barnier, der \u2013 so geht die Fama \u2013 erst vor 1 \u00bd Monaten diese Monsterrolle \u00fcbernommen und \u00fcberzeugend auf die B\u00fchne gebracht hat. Wie schon erw\u00e4hnt keine billige Kopie des Franzosen, sondern ein stringenter Weg vom \u00fcberlegenen Gesch\u00e4ftsmann bis zum Rumpelstilzchen am Ende. Ihm genial zur Seite <span style=\"color: #ff0000;\">Mario Ruschak<\/span> als der Br\u00e4utigam Leroi, das ausgleichende Pendant zum quirligen Direktor. Herzergreifend naiv und lenkbar die Darstellerin der Tochter Colette, <span style=\"color: #ff0000;\">Christiane<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">Beutl<\/span>, resolut <span style=\"color: #ff0000;\">Julia Chalupar<\/span> als Gattin. Hier dr\u00e4ngt sich durch diese beiden Damen ein St\u00fcckchen gelebter Feminismus auf. Auch das Stubenm\u00e4dchen Bernadette (<span style=\"color: #ff0000;\">Carina Wiederstein<\/span>) hat trotz der wenigen Auftritte ihre gro\u00dfen Momente. <span style=\"color: #ff0000;\">Johannes Klopf <\/span>spielt den Chauffeur Oscar so herzergreifend als \u201eZniachterl\u201c, dass man Mitleid bekommen k\u00f6nnte, ein wunderbarer Widerpart, nein, ein harmonisch naiver Gleichklang mit Colette. Bei der Gestaltung der Rolle des Masseurs durch <span style=\"color: #ff0000;\">Gerald Rudlstorfer<\/span> denkt man unwillk\u00fcrlich an einen wortkargen Massenm\u00f6rder. Charlotte <span style=\"color: #ff0000;\">(Stephanie Milhecic<\/span>) und Nicole (<span style=\"color: #ff0000;\">Sandra Klopf<\/span>) tragen das Ihre zum Gelingen der Kom\u00f6die bei.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\">Eine Boulevard-Kom\u00f6die muss rasant gespielt werden, und das Tempo hier hat genau gestimmt. Behutsam waren die Gags gesetzt, ohne aufgesetzt zu wirken (k\u00f6stlich die Zimmergolf-Szene). Der st\u00e4ndige Koffertausch und die sich daraus ergebenden Reaktionen Barniers haben die Lachmuskeln kr\u00e4ftig strapaziert. Es war ein Abend, an dem man zufrieden und mit einem innerlichen, anhaltenden Schmunzeln nach Hause ging (fuhr), oder sich durch einen lauten Lacher an eine der vielen k\u00f6stlichen Szenen erinnerte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\">Am 23., 24. u. 25.2. um jeweils 20 Uhr und am 26.2. um 15 Uhr wird noch gespielt!<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von Bernhard PaumannDieses Geheimnis muss einmal gel\u00fcftet werden: Louis de Funes lebt, und zwar in einem Dorf nahe der tschechischen Grenze, in Leopoldschlag. Unter dem Pseudonym Robert Traxler kann man ihn in der \u201eGrenzlandb\u00fchne\u201c in der Boulevard-Kom\u00f6die \u201eOscar\u201c bewundern. 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