{"id":3666,"date":"2013-04-06T12:12:52","date_gmt":"2013-04-06T11:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=3666"},"modified":"2013-04-06T12:19:34","modified_gmt":"2013-04-06T11:19:34","slug":"ein-schatz-an-skrupellosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=3666","title":{"rendered":"Ein Schatz an Skrupellosigkeit"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Loeuf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3670\" alt=\"L'oeuf\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Loeuf-195x300.jpg\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Loeuf-195x300.jpg 195w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Loeuf-78x120.jpg 78w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Loeuf.jpg 249w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a>(Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Bernhard Paumann) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0wurde von der Theatergruppe Gr\u00fcndberg mit F\u00e9licien Marceaus Satire \u201eDas Ei\u201c gehoben. Der Schatzgr\u00e4ber (und Regisseur) Christian Sinnhuber hat dieses St\u00fcck in memoriam Traudi Rinner, der Seele des Ensembles, gewidmet. Geschrieben 1956, von Sinnhuber auf dem Flohmarkt 1990 entdeckt, hat es heute einen erschreckenden Gegenwartsbezug, in einer Welt der Strassers und Grassers, Mensdorffs und Hocheggers, in einer Welt, in der nur mehr die Unschuldsvermutung gilt und vergangenes Unrecht nicht mehr erinnerlich ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Ein Mann \u2013 Magis \u2013 steht auf der B\u00fchne, berichtet conferencierhaft, wie es ihm immer wieder missgl\u00fcckt ist, die Realit\u00e4t zu fassen: Sie hat sich ihm entzogen, rund und glatt und verschlossen wie ein Ei; dann erst, mit einer kleinen und sp\u00e4ter mit einer gr\u00f6\u00dferen Schurkerei, ist er ins Innere des Systems, ins Innere des Eies gelangt. Emile Magis (Michael Holzinger spielt ihn glaubhaft, wenn auch ein wenig verhalten) ist der Prototyp dieses Menschenschlags, der sich \u00fcber alle Grenzen der Moral und Gesellschaft hinwegsetzt, mit einem coolen Achselzucken Situationen schafft, die andere leiden l\u00e4sst, stets auf seinen Vorteil bedacht und selbst einen Mord in Kauf nimmt, um diesen seinem Gegenspieler Gustave (r\u00fchrend in seiner Hilflosigkeit Simon Wei\u00dfenberger) in die Schuhe zu schieben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Die Inszenierung ist stimmig. In <span style=\"text-decoration: underline;\">einem<\/span> B\u00fchnenbild werden verschiedenste Schaupl\u00e4tze angespielt und glaubw\u00fcrdig dargestellt und geben den SpielerInnen so manche Gelegenheit, Witz und Charme aufspr\u00fchen zu lassen, allerdings f\u00fcr mich etwas zu verhalten (war die Spannung der Premiere zu gro\u00df?). Sehr pr\u00e4sent die Schwiegereltern des Magis, das Ehepaar Berthoullet (Isolde Weissengruber und Klaus Schobesberger). Das relativ kleine Ensemble taucht in den verschiedensten Rollen auf und diese werden gro\u00dfteils glaubhaft auf die B\u00fchne gesetzt. Was mir fehlte, war das Tempo, allzu gem\u00e4chlich wurde die Schlussverhandlung bei Gericht abgewickelt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Res\u00fcmee: Ein St\u00fcck, das man sich merken sollte und das Zeug hat, in den gro\u00dfen Kanon guter Boulevard-Satiren aufgenommen zu werden. Und von der Theatergruppe Gr\u00fcndberg w\u00fcnschen wir uns h\u00e4ufiger so sozialkritisches Theater.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Gespielt wird noch: 6.\/10.\/12.\/13.April jeweils 20.00 im Pfarrsaal St. Markus \/Linz Gr\u00fcndberg<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. 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