{"id":4246,"date":"2013-11-22T18:01:24","date_gmt":"2013-11-22T17:01:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=4246"},"modified":"2013-11-22T18:01:24","modified_gmt":"2013-11-22T17:01:24","slug":"ein-besonderes-camp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=4246","title":{"rendered":"Ein besonderes Camp &#8230;&#8230;.."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Rainbach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4245\" alt=\"Rainbach\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Rainbach-300x187.jpg\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Rainbach-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Rainbach-200x125.jpg 200w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Rainbach-600x375.jpg 600w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Rainbach.jpg 1019w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. Bernhard Paumann<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">&#8230;&#8230;&#8230;.ist <span style=\"color: #0000ff;\">\u201eDas Camp\u201c<\/span> des deutschen Jugendautors Andreas Galk, das die <span style=\"color: #0000ff;\">Junge B\u00fchne Rainbach<\/span> mit viel Verve und Empathie auf die B\u00fchne bringt. Schon mit den St\u00fccken \u201eDie Welle\u201c und \u201eWer hat Angst vor Oliver Twist\u201c hat sich die junge Truppe um Initiator <span style=\"color: #0000ff;\">Helmut Wagner<\/span> zum Ziel gesetzt, Themen, die Jugendliche betreffen, wie Gewalt, Druck, Angst und Mobbing, mit allen konfliktgeladenen Facetten aufzugreifen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\"> Besonders ist hier das St\u00fcck, in dem es um ein M\u00e4dchen-Camp geht, in dem straff\u00e4llig gewordene Jugendliche nach einer Verurteilung manchmal nur die Alternative Gef\u00e4ngnis oder Erziehungscamp haben. Das Prinzip dieser \u201eErziehung\u201c besteht in dem Vorsatz, den Willen des jungen Menschen zu brechen, dass dabei der Tod oder Selbstmord in Kauf genommen wird, ist umso tragischer. Die Bearbeitung durch den Jung-Regisseur <span style=\"color: #0000ff;\">Maximilian Modl<\/span> ist hier \u00fcberzeugend gelungen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\"> Besonders ist hier auch die Sprache. Breites M\u00fchlviertlerisch, krasser Jugendjargon, gehobene Umgangssprache ergeben eine Mischung f\u00fcr inhaltliche Nuancen, der man sich nicht entziehen kann. Sprache, die so nat\u00fcrlich her\u00fcber kommt, ohne aufgesetzt oder peinlich zu wirken.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\"> Ganz besonders ist hier das Spiel der jugendlichen DarstellerInnen und auch <span style=\"color: #0000ff;\">Renate Wagner<\/span> als Darstellerin der Camp-Leiterin f\u00fcgt sich in das Ensemble und macht fast Angst mit ihrem Gehabe einer BdM-F\u00fchrerin, wenn nicht KZ-Aufseherin. Ganz besonders gut gelingt den \u201eOpfern\u201c (<span style=\"color: #0000ff;\">Lydia Beutl, Anna Birngruber, Katharina Kinzl, Marlene Wagner, Nina Neunteufel<\/span> und <span style=\"color: #0000ff;\">Theresia Wirtl<\/span>) die st\u00e4ndige Balance zwischen totaler Unterw\u00fcrfigkeit und aggressiver Gewalt gegen sich und die anderen. Auch f\u00e4llt die im Spiel sich immer st\u00e4rker entwickelnde Gewalt der Aufseherinnen (<span style=\"color: #0000ff;\">Stefanie Chalupar und Kerstin B\u00f6hm<\/span>) auf. Die undankbare Rolle des Pfarrers (<span style=\"color: #0000ff;\">Martin Chalupar<\/span>), die im ersten Teil die einer weinerlichen Figur ist, entwickelt sich gegen den Schluss hin zu einer charakterstarken Pers\u00f6nlichkeit. Die Geschlossenheit des Ensembles f\u00e4llt besonders auf, da gibt es keine Stars und keine Nebenrollen, die Figuren werden intensiv erlebbar, da ist die Identifikation sp\u00fcrbar und der Zuschauer wird im Schillerschen Sinne zum Mitleidenden.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\"> Besonders ist aber auch das B\u00fchnenbild (<span style=\"color: #0000ff;\">Richard Beutl, Heinz Wei\u00dfenb\u00f6ck<\/span>). Schn\u00f6rkellos und funktionell. Es l\u00e4sst viel Platz f\u00fcr Aktion, die sehr intensiv wurde in einem stummen Spiel, und reduziert die Black-Outs auf ein Minimum (einige Auf- und Abg\u00e4nge sind mir aber nicht immer klar geworden).<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\"> Hier in Rainbach wird besonderes, engagiertes und betroffen machendes Jugendtheater geboten, wie man es sich nur w\u00fcnschen kann.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. Bernhard Paumann &#8230;&#8230;&#8230;.ist \u201eDas Camp\u201c des deutschen Jugendautors Andreas Galk, das die Junge B\u00fchne Rainbach mit viel Verve und Empathie auf die B\u00fchne bringt. 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