{"id":5285,"date":"2015-01-07T23:34:11","date_gmt":"2015-01-07T22:34:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=5285"},"modified":"2015-01-08T08:13:45","modified_gmt":"2015-01-08T07:13:45","slug":"hokuspokus-macht-aus-einem-elefanten-eine-muecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=5285","title":{"rendered":"\u201eHokuspokus\u201c macht aus einem Elefanten eine M\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hokuspokus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5284\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hokuspokus-245x300.jpg\" alt=\"Hokuspokus\" width=\"245\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hokuspokus-245x300.jpg 245w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hokuspokus-123x150.jpg 123w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hokuspokus-600x734.jpg 600w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hokuspokus.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px\" \/><\/a>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Hermine Touschek<\/p>\n<p>Der 1960 verstorbene Autor und Schauspieler Curt Goetz gilt als einer der brillantesten Kom\u00f6dienschreiber im deutschsprachigen Raum. 1927 erlebte die Urfassung von \u201eHokuspokus\u201c in Stettin seine Urauff\u00fchrung. 1930 wurde das St\u00fcck zum ersten Mal verfilmt. 1953 erfolgt eine sehr erfolgreiche Neufassung des Films, in dem Curt Goetz selbst die Hauptrolle spielte. Unter dem Titel \u201eHokuspokus oder: Wie lasse ich meinen Mann verschwinden&#8230;?\u201c wurde der Stoff mit Heinz R\u00fchmann 1966 ein drittes Mal verfilmt.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Gerhard Schwentner<\/span><\/strong> entschied sich als Spielleiter der <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Lichtenberger B\u00fchne<\/span><\/strong> f\u00fcr dieses St\u00fcck, weil er halt \u201e&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; gerade die richtige Besetzung daf\u00fcr hatte\u201c, wie er mir bei meinem Besuch erz\u00e4hlte. Und gerade darauf kommt es bei dieser dialoglastigen Justizkm\u00f6die auch an, die \u00fcberwiegend in einem Gerichtssaal spielt.<br \/>\nZutaten des verwirrenden Krimist\u00fccks sind ein Anwalt, der keiner ist, ein Mord, der nie geschah, eine Witwe, die eigentlich eine treue Gattin ist, ein erfolgloser Maler, der sich post mortem wie warme Semmeln verkauft. Ein Schauprozess voller Wendungen, in dem nichts ist, wie es scheint, und der die Beteiligten an den Rand des Nervenzusammenbruchs f\u00fchrt. Der vermeintliche Skandal entpuppt sich als harmloser Hokuspokus.<br \/>\nTrotz seines Alters durchaus ein St\u00fcck, das sich ein Revival verdient hat. Angesichts der aktuellen, im Lande anh\u00e4ngigen gro\u00dfen Gerichtsverfahren, scheinen \u00c4hnlichkeiten mit lebenden Personen oder Personen des \u00f6ffentlichen Lebens unvermeidlich.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff;\">J\u00fcrgen Elmer<\/span><\/strong> f\u00fchlt sich sichtlich wohl in der Rolle des Peer Bille, der die Angeklagte Agda Kjerulf (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Sandra Bertleff<\/span><\/strong>) verteidigt. Charmant, und dennoch treffend &#8211; mit der n\u00f6tigen Nonchalance, deckt er die menschlichen Beweggr\u00fcnde auf. Bei aller Ernsthaftigkeit hat er die Begabung zum Kom\u00f6diantentum und entlarvt souver\u00e4n die Fragw\u00fcrdigkeit der juristisch konstruierten Realit\u00e4t.<br \/>\nGerichtspr\u00e4sident Arden (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Franz Steinberger<\/span><\/strong>) scheint zun\u00e4chst von den Indizien des Staatsanwaltes Wulkens (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Markus Greger<\/span><\/strong>) \u00fcberzeugt zu sein, f\u00fchrt aber dann distinguiert und souver\u00e4n durch die st\u00e4ndig wechselnden Richtungen der Verhandlung.<br \/>\nDie Schauspieler beherrschen die noble, elegante Sprache, die der Autor vorgegeben hat, durchwegs sehr gut und auch die kleinen, feinsinnigen Pointen sitzen. Die Zuschauer lauschen aufmerksam den feinhumorigen Wortgefechten, lassen sich bereitwillig auf die spannenden Verstrickungen ein, und werden mit einem \u00fcberraschenden Finale belohnt.<\/p>\n<p>Noch zu sehen am <strong><span style=\"color: #ff0000;\">15., 16. und 17. J\u00e4nner<\/span><\/strong> jeweils um 20 Uhr im Gemeindehaus Lichtenberg<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" title=\"Hokuspokus\" href=\"http:\/\/www.lichtenbergerbuehne.at\/web3\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.lichtenbergerbuehne.at\/web3\/<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Hermine Touschek Der 1960 verstorbene Autor und Schauspieler Curt Goetz gilt als einer der brillantesten Kom\u00f6dienschreiber im deutschsprachigen Raum. 1927 erlebte die Urfassung von \u201eHokuspokus\u201c in Stettin seine Urauff\u00fchrung. 1930 wurde das St\u00fcck zum ersten Mal verfilmt. 1953 erfolgt eine sehr erfolgreiche Neufassung des Films, in dem Curt Goetz selbst die Hauptrolle [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-5285","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rezensionen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5285"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5293,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5285\/revisions\/5293"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}