{"id":5733,"date":"2015-07-02T19:11:42","date_gmt":"2015-07-02T18:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=5733"},"modified":"2015-07-09T21:33:51","modified_gmt":"2015-07-09T20:33:51","slug":"haupttreffer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=5733","title":{"rendered":"Haupttreffer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Gallneukirchen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5756\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Gallneukirchen-300x262.jpg\" alt=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"300\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Gallneukirchen-300x262.jpg 300w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Gallneukirchen-172x150.jpg 172w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Gallneukirchen-600x524.jpg 600w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Gallneukirchen.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Christian Hanna<\/p>\n<p>Mit <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Jackpot <em>oder Die verspielte Gro\u00dfmutter<\/em> <\/span><\/strong>von <strong>Ren\u00e9 Freund<\/strong> hat das <strong><span style=\"color: #ff0000;\">Gusentheater Gallneukirchen<\/span><\/strong> am Warschenhofergut wirklich einen Sommertheatertreffer gelandet. Diese Kom\u00f6die bietet beste Unterhaltung, basiert aber auf dem durchaus ernsten Hintergrund des Abschiebens unliebsamer Senioren in Heime, die au\u00dfer Hochglanzprospekten f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen nicht sehr viel zu bieten haben. In genauso eine \u201eResidenz\u201c wird Oma Hermine kurz nach dem Tod ihres Mannes gebracht. Gut, sie ist ein wenig spiels\u00fcchtig, und ihre Tochter hat Angst um die Villa \u2013 die soll wirklich nicht verzockt werden. Also kann sich die resolute und renitente Dame nur mehr den w\u00f6chentlichen Lottoschein leisten, den sie Besjana, der \u201ePerle des Balkans\u201c, anvertraut, die \u2013 no na, schlie\u00dflich sind wir ja in einer Kom\u00f6die \u2013 darauf vergisst, ihn zur Trafik zu bringen. Wie Hermine es trotzdem schafft, mit dem nicht gewonnen Geld um sich zu schmei\u00dfen, ihre Mitbewohner aus der Lethargie zu rei\u00dfen und ihre Tochter beinahe in die Verzweiflung zu st\u00fcrzen \u2013 tja, das m\u00fcssen Sie sich schon selber anschauen!<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Sepp Mostbauer<\/span><\/strong> inszenierte dieses sympathische St\u00fcck knochentrocken und direkt \u2013 und das ist gut so. Denn umso \u00fcberraschender treffen die sicheren Pointen das zunehmend begeisterte Publikum. Von Anfang an kann das fantastische Ensemble \u00fcberzeugen. Die ersten zwei Szenen am Wirtshaustisch kommen in geradezu loriotscher Manier daher, der Rest in z\u00fcgiger gewohnter Kom\u00f6dienentwicklung. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Heidi B\u00f6ck <\/span><\/strong><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">gibt<\/span><\/span> eine stoisch \u2013 selbstbewusste Oma Hermine, die nichts, aber wirklich gar nichts von ihren Pl\u00e4nen abbringen kann. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Inge<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">Paumann<\/span><\/strong> ist die Tochter Erika, die kein \u00fcberm\u00e4\u00dfig gutes Verh\u00e4ltnis zu ihrer Mutter hat \u2013 was sehr stark an dieser liegt &#8211; , die ihr aber letztendlich doch nichts Schlechtes will. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Ludwig Kreil<\/span><\/strong> als nicht sehr gesch\u00e4tzter, nerviger Piefke \u2013 Schwiegersohn zeigt, dass er auch einmal verlieren kann. Der Anstaltsarzt Dr. Kern (<strong><span style=\"color: #0000ff;\">Christian<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\">Riss<\/span><\/strong>) erinnert in seiner charakterlichen Flexibilit\u00e4t und seinem schmierigen Gehaben irgendwie frappant an einen vor l\u00e4ngerer Zeit abgetretenen Spitzenpolitiker, w\u00e4hrend <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Elisabeth Kreil<\/span><\/strong> eine handfeste, kumpelhafte Besjana ist \u2013 Pflegerin und Reinigungskraft in Personalunion. Zum Schreien ihre Kollektion schriller Leggings. F\u00fcr die unvermeidliche Lovestory sorgen sie und Enkel Sebastian \u2013 ein sympathischer junger Mann, der mit dem Vorgehen seiner Eltern gar nicht einverstanden ist, in Person von <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Kilian Weidinger<\/span><\/strong>. <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Karin Handlbauer<\/span><\/strong> als Seniorenheimbewohnerin Gertraud ist in ihrem unersch\u00fctterlichen Pessimismus offenbar vorzeitig vergreist, <strong><span style=\"color: #0000ff;\">Bernhard Paumann<\/span><\/strong> durch seine Erlebnisse beinahe sprachlos geworden \u2013 umso beredter dagegen sein ausdrucksstarkes stummes Spiel. Doch selbst die beiden fangen Feuer und werden wieder jung.<\/p>\n<p>Und dann ist da noch der seltene Fall eines zweifachen Szenenapplauses f\u00fcr ein Requisit zu berichten: Hut ab vor dem <em>Ficus Kinky<\/em>, der nach Gabe von Psychopharmaka schlagartig seine Zweige und Bl\u00e4tter h\u00e4ngen l\u00e4sst \u2013 und vor seinem Konstrukteur Manfred Krenn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; Christian Hanna Mit Jackpot oder Die verspielte Gro\u00dfmutter von Ren\u00e9 Freund hat das Gusentheater Gallneukirchen am Warschenhofergut wirklich einen Sommertheatertreffer gelandet. Diese Kom\u00f6die bietet beste Unterhaltung, basiert aber auf dem durchaus ernsten Hintergrund des Abschiebens unliebsamer Senioren in Heime, die au\u00dfer Hochglanzprospekten f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen nicht sehr viel zu bieten haben. 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