{"id":9931,"date":"2017-11-21T22:07:16","date_gmt":"2017-11-21T21:07:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/?p=9931"},"modified":"2017-11-21T22:07:16","modified_gmt":"2017-11-21T21:07:16","slug":"die-geburt-der-mozartkugel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/?p=9931","title":{"rendered":"Die Geburt der Mozartkugel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Grein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9930\" src=\"http:\/\/www.ooe-theaterverband.com\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Grein-277x300.jpg\" alt=\"Grein\" width=\"277\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Grein-277x300.jpg 277w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Grein-139x150.jpg 139w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Grein-768x831.jpg 768w, https:\/\/www.amateurtheater-ooe.at\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Grein.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. Hermine Touschek<\/p>\n<p>Die <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Greiner Dilettanten<\/strong><\/span> entf\u00fchrten ihr Publikum in die Jahre 1777 bis 1791. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>\u201eDie Weberischen\u201c<\/strong><\/span> \u2013 eine musikalische Kom\u00f6die aus der Feder von <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Felix Mitterer<\/strong><\/span> handelt von den Frauen der Familie Weber, die im Leben von Wolfgang Amadeus Mozart eine gro\u00dfe Rolle spielten.<\/p>\n<p>Die Mutter C\u00e4cilia Weber und ihre vier T\u00f6chter: Aloisia, Josefa, Sofie und Konstanze hatten ein sehr zwiesp\u00e4ltiges und wechselhaftes Verh\u00e4ltnis zu ihm. Regisseurin <span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Doris Happel<\/strong><\/span> setzt den ironischen Blick Mitterers auf die denkmalbeladene, s\u00fc\u00dfe Figur Mozarts perfekt in Szene.<\/p>\n<p>Bis in feine Nuancen herausgearbeitet sind die verschiedenen Frauenfiguren.<br \/>\nDie resolute, bequeme Konstanze (<span style=\"color: #0000ff;\">Andrea Lehner<\/span>) lacht anfangs noch \u00fcber den Zwerg aus Salzburg, wird aber dann doch dessen Ehefrau. Mit Geld kann sie genauso schlecht umgehen, wie Mozart selbst. Der Wohlstand, den seine anf\u00e4nglichen Erfolge bringen, hat bald ein Ende.<br \/>\nAloisia (<span style=\"color: #0000ff;\">Astrid Zehetner<\/span>) gab der Wolferl als noch unbekannter Musiker Gesangsunterricht \u2013 sie war auch seine erste, aber unerwiderte Liebe. <span style=\"color: #0000ff;\">Astrid Zehetner<\/span> ist eine selbstbewusst \u00fcberzeugende Diva, die letztendlich aber als S\u00e4ngerin nicht erfolgreich war. Josefa (<span style=\"color: #0000ff;\">Gabriele Huber-Lichtblau<\/span>) ist die Ruhige, Bescheidene. Von allen untersch\u00e4tzt, wird sie schlie\u00dflich in der Zauberfl\u00f6te als \u201eK\u00f6nigin der Nacht\u201c umjubelt. <span style=\"color: #0000ff;\">Gabriele Huber-Lichtblau<\/span> beschert dem Publikum mit der live gesungenen Arie einen beeindruckenden \u201eOpernmoment\u201c. Sofie (<span style=\"color: #0000ff;\">Melanie Schuhbauer<\/span>), die j\u00fcngste der Weberischen T\u00f6chter, verehrte Mozart von Anfang an. Als gutherziges, naives M\u00e4dchen wird sie f\u00fcr bares Geld von der habgierigen Mutter immer an den Meistbietenden verkuppelt und ist nach mehreren Abtreibungen dem Wahnsinn nahe. Ber\u00fchrend und aufopfernd k\u00fcmmert sie sich um den Nachwuchs von Mozart und Konstanze. Als gro\u00dfe und kleine Mozartkugel werden sie von Konstanze geboren und von Sofie gestillt und geliebt.<br \/>\n\u00dcber allem thront die \u201eMuttersau\u201c, C\u00e4cilia Weber (<span style=\"color: #0000ff;\">Franz Reiter<\/span>), die nach dem fr\u00fchen Tod ihres Mannes kein Mittel ausl\u00e4sst, um zu Geld zu kommen. C\u00e4cilia ist keine warmherzige, liebevolle Mutter. Mit unerbittlich strengem Blick und Regiment versorgt sie ihre Familie mit dem, was ihre T\u00f6chter einbringen k\u00f6nnen. <span style=\"color: #0000ff;\">Franz Reiter<\/span> gelingt es trotz allem Negativen dieser Figur, nicht \u201enur\u201c unsympathisch anzukommen &#8211; und manchmal doch auch einen Rest an Herzensw\u00e4rme aufblitzen zu lassen.<\/p>\n<p>Einen besonderen Stellenwert hat bei der Kom\u00f6die von Felix Mitterer die Musik, die bei der Wiener Urauff\u00fchrung von den \u201eTiger Lillies\u201c beigesteuert wurde und an die sie vertraglich zehn Jahre gebunden war. In Grein sorgten Klavier (<span style=\"color: #0000ff;\">Bernadette Pilshofer<\/span>), Cello u. E-Bass (<span style=\"color: #0000ff;\">Sebastian Buck<\/span>) und Klarinette (<span style=\"color: #0000ff;\">G\u00fcnter Naderer, Josef Breinesel<\/span>) f\u00fcr die musikalische Untermalung, mit St\u00fccken \u2013 nat\u00fcrlich von Mozart \u2013 und deutschsprachigen Liedern aus der \u00f6sterreichischen Szene (z.B. Wanda und Maria Bill).<\/p>\n<p>Einmal mehr eine besondere Theaterleistung der Greiner Dilettanten in einer bemerkenswerten Inszenierung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezension von &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;. 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