Einen Jux will er sich machen – Bühne Timelkam

16. März 2015 | Von | Kategorie: Rezensionen

TimelkamRezension von ……………………………Verena Wiesinger

Der Kommis Weinberl wird unerwartet zum Associé des Gewürzkrämers Zangler befördert. Dem Himmel seiner beruflichen Verwirklichung nah, merkt Weinberl, dass er nie in seinem Leben ein „verfluchter Kerl“ war. So nimmt er seinen Lehrbuben und künftigen Kommis Christopherl mit in die Stadt, um sich dort einen Jux zu machen…

Die Hauptdarsteller Andreas Krautschneider als Weinberl und Jungschauspieler Dominik Böhm als Christopherl brillieren mit 100 % Einsatz und sprühender Bühnenpräsenz.
Aber auch die anderen 17 (!) Spieler überzeugen in ihren wunderbaren Kostümen und Rollen.
Fünf Musiker untermalen die erheiternd aktualisierten Couplets. Wie spontan und kreativ die Spieler sind, zeigte sich an dem Jux, den sie sich mit mir machten. Eine Couplet-Strophe wurde kurzerhand eingeschoben, um meine Kritik an der Länge des Stückes auf die Schaufel zu nehmen.
Der Bühnenbau von Regisseur Alois Hangler – wie immer – unglaublich aufwendig und beeindruckend. Dieses Mal wurden zwei überdimensionale Bücher geschaffen, auf deren Seiten die einzelnen Bühnenbilder gestaltet waren. Der Mittelteil wurde nur an den Rundbogen verändert und bekam so – einem dem Farbkonzept der Seiten entsprechenden – Anstrich. Ein Video des Bühnenbaus ist auf YouTube zu finden:

 

Ein nachahmenswertes Konzept für kleine Bühnen.

Gratulation an alle Beteiligten dieser Produktion, dieser Nestroy hat seine Verstaubtheit abgelegt.

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