Besuch in der Villa Kunterbunt

12. Februar 2019 | Von | Kategorie: Rezensionen

Rezension von …………………………. Christian Maier

Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf kurz Pippi, dürfte wohl allseits bekannt sein.

Die unglaublich starke und ebenso freche, aber stets fröhliche Heldin, zieht schon seit der Erscheinung der Kinderbuchreihe von Astrid Lindgren Millionen von Kindern in ihren Bann.

Die Kellerbühne Puchheim nahm sich heuer des Stoffes an. Unter dem Regieteam Claudia Sommer, Andrea Goldgruber und Uwe Marschner entstand eine Produktion, die nicht nur für Kinder überaus sehenswert und unterhaltsam ist.

Pippi (Simone Kröchshammer) zieht mit ihrem Pferd Kleiner Onkel (ein großes Lob an dieser Stelle an Bühnenbau/Bühnengestaltung) und ihrem Äffchen Herr Nilsson in die Villa Kunterbunt und freundet sich rasch mit den Nachbarskindern Tommy (Samuel Raser) und Annika (Maria Prötsch) an.

Gegen die beiden Ganoven Blom (Günter Priedler) und Donner-Karlsson (Matthias Hirsch) die Pippis Gold stehlen wollen, wehrt sie sich ebenso erfolgreich, wie gegen die zwei Polizisten Kling (Christoph Hatheier) und Klang (Wolfgang Praschesaits), die sie im Auftrag von Frau Prysselius (Andrea Goldgruber) in ein Kinderheim stecken sollen. Auch auf dem Jahrmarkt beweist Pippi ihre außergewöhnliche Stärke in dem sie den starken Alfons (Uwe Marscher bzw. Hans Auer alternierend) auf die Bretter schickt.
Emotional wird es dann, als der langersehnte Papa Kapitän Langstrumpf (ebenfalls Uwe Marscher / Hans Auer) aus der Südsee einläuft und Pippi mit auf seine nächste Reise nehmen will. Kurz sieht es so aus, als ob Tommy und Annika alleine zurückbleiben.  Schlussendlich bringt Pippi dies nicht übers Herz und bleibt bei ihren Freunden.

Für jemanden der selbst mit der Fernsehserie der 70er-Jahre aufgewachsen ist, waren die Erwartungen naturgemäß sehr hoch – und wurden prompt übertroffen!
Schon nach wenigen Minuten fühlt man sich in die eigene Kindheit zurückversetzt.
Eine derart authentische Darstellung der Pippi durch Simone Kröchshamer habe ich nicht erwartet. Fast zwei Stunden lang fegt sie mit 230 Volt über die Bühne und erweckt dabei den Eindruck, nie etwas anderes gemacht zu haben.
Aber auch Samuel Raser als überaus brav daherkommender Tommy und Maria Prötsch als glaubhaft ängstliche Annika stehen ihrer Freundin um nichts nach.
Unbändige Spielfreude trägt das ganze Ensemble. Die Live-Band im Hintergrund ist noch das Tüpfelchen auf dem i. Alles in allem eine rundum gelungene Produktion die Lust auf mehr macht. Nach eingehendem Studium der Plutimikation könnte man schon glauben: 2 x 3 macht 4…!

Noch zu sehen!!

16. u. 17.2.  jeweils 17 Uhr
22.2. um 19 Uhr
23.2. 17 Uhr
2. 3. um 17 Uhr
3.3. um 14 UND um 17 Uhr
9.3. um 14 UND um 17 Uhr

https://kbp.at/?post_type=stuecke&p=9624

Schreibe einen Kommentar

*